Josephine Ortleb: Was motiviert Sie dazu, für den Bundestag zu kandidieren?

Was motiviert Josephine Ortleb für ihren Job als Abgeordnete im Bundestag? Im September tritt sie erneut im Wahlkreis Saarbrücken an. Wir haben nachgefragt.

Als direkt gewählte Abgeordnete ist Josephine sehr oft in ihrem Wahlkreis Saarbrücken unterwegs.
Als direkt gewählte Abgeordnete ist Josephine sehr oft in ihrem Wahlkreis Saarbrücken unterwegs.

Wer mit Josephine Ortleb ein paar Worte wechselt, merkt schnell: Hier brennt jemand für das, was sie tut. Seit nunmehr vier Jahren vertritt sie ihren Wahlkreis Saarbrücken im Deutschen Bundestag. Als sie 2017 das Direktmandat in ihrer Heimatstadt Saarbrücken für die SPD gewann („der schönste Wahlkreis der Welt“), war sie gerade mal 30 Jahre jung. Was im Gespräch auch auffällt: Josephine Ortleb sprüht vor Energie und Leidenschaft für ihre Themen. Zum Beispiel, wenn es um die Rechte von Frauen geht.

Sie weiß, was Arbeit heißt

Hartes Arbeiten ist Josephine Ortleb gewohnt: Sie kommt selbst aus einer Saarbrücker Gastwirtsfamilie. Ihre Eltern betreiben seit mehr als 30 Jahren die „Tomate 2“ am Saarbrücker Schloss. „Ein Familienbetrieb braucht immer den Einsatz von allen, deshalb habe ich schon während der Schulzeit in der Tomate 2 angefangen zu arbeiten“, sagt Josephine Ortleb, „das hat meinen Lebensweg sehr beeinflusst und ich konnte zum Beispiel meine erste Tour durch Europa so finanzieren.“

Da war es naheliegend, dass Josephine Ortleb nach dem Abitur eine Ausbildung zur Fachwirtin im Gastgewerbe absolvierte. Bereits in ihren jungen Jahren beschloss sie sich zu engagieren: für Politik, für Chancengleichheit und gerechte Bezahlung. Sie wurde Mitglied der Jusos, kandidierte für den Stadtrat und wurde mit Anfang 20 als jüngste Kommunalpolitikerin von Saarbrücken bekannt. Mit 21 trat sie in die SPD ein und 2015 erhielt den Helene-Weber-Preis für herausragendes Engagement als Kommunalpolitikerin.

Klare Standpunkte

Sie ist jung, sie ist motiviert, sie ist engagiert – und hat klare Standpunkte. Aus ihrer Lebenserfahrung heraus kämpft Josephine Ortleb im Bundestag dafür, dass „Gute Arbeit“ nicht nur ein Slogan in einem Wahlprogramm ist, sondern das Versprechen, dass die Arbeit zum Leben passt und nicht umgekehrt. Sie sagt: „Dafür braucht es gute Löhne und sichere und mitbestimmte Arbeitsplätze – flächendeckend und für jede und jeden.“ Gemeinsam mit den Gewerkschaften kämpft sie für eine Erhöhung des Mindestlohns und mehr Tarifbindung. Sie ist sich sicher: „Insbesondere in der Pflege muss sich die Wertschätzung am Ende des Monats im Gehalt widerspiegeln.“

Echte Kindergrundsicherung

Aus ihrer Sicht muss der Staat dafür sorgen, dass alle Menschen gute Bedingungen vorfinden, damit sie sich in allen ihren Lebensphasen gut entwickeln können: Eltern werden, Schule, Studium, Beruf, Rente. Das, was man etwas abstrakt mit dem Begriff „Daseinsvorsorge“ umschreibt. „Diese muss gerecht sein und in allen Lebensphasen auf die Bedürfnisse der und des einzelnen Rücksicht nehmen“, sagt Orleb. Für die Saarbrückerin beginnt das mit den Belangen der Kleinsten in unserer Gesellschaft, indem sie ein Recht auf Kindheit garantiert bekommen. Um eine vollständige Teilhabe für Kinder zu erreichen, „braucht es neben der Stärkung der Kinderrechte, auch die Sicherstellung von materiellen Grundlagen“, sagt sie. Damit das nicht nur schöne Wort bleiben, setzt sich Josephine Ortleb ganz konkret für eine echte Kindergrundsicherung ein.

 

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Sie findet dabei durchaus Gehör – denn soviel Engagement, Standfestigkeit und politisches Talent fällt auf: Josephine Ortleb startete zwar vor vier Jahren als Newcomerin in der Berliner Politik – heute ist sie stellvertretende parlamentarische Geschäftsführerin ihrer Partei. Was ihren Ideen durchaus Gewicht verleiht.

Mehr Zeit für Familien

Für Josephine Ortleb sind Fragen nach bezahltem Wohnraum, offenen Schwimmbädern und funktionierenden Spielplätzen essenziell. Um Städten und Gemeinden mehr finanziellen Spielraum zu verschaffen, kämpft sie mit, gemeinsam mit dem SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz, für einen Altschuldenfonds des Bundes. Als werdende Mutter steht sie für starke Familien und sieht sie als systemrelevant. Deshalb heißt ihre Devise: Mehr Zeit für Familie – und zwar in allen Lebensphasen. Mit einer neuen Familienarbeitszeit, einer Familienpflegezeit und flexiblen Betreuungsmodellen möchte sie weitere Freiräume für Familien schaffen.

Frauenrechte und Gleichstellung

Ein Thema liegt ihr ganz besonders am Herzen: Gleichstellung. Sie kämpft aktiv für eine gleichberechtigte Teilhabe der Geschlechter, einer Gesellschaft, in der niemand aufgrund seiner Herkunft, Religion oder seiner sexuellen Orientierung diskriminiert wird, einer Gesellschaft, in der der Zusammenhalt mehr zählt, als das Gegeneinander.

 

 

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Was bedeutet gute Politik?

Viele Saarbrückerinnen und Saarbrücker haben Josephine Ortleb sicher auch schon persönlich kennengelernt: Als direkt gewählte Abgeordnete ist sie sehr oft in ihrem Wahlkreis unterwegs. Ihr Wahlkreisbüro befindet sich mitten in Saarbrücken, in der Mainzer Straße 5. Mit ihrer aufgeschlossenen und emphatischen Art hat sie immer ein offenes Ohr für die Anliegen von Bürgerinnen und Bürger. Im September kandidiert sie erneut für den Deutschen Bundestag.

Was motiviert Josephine Ortleb also erneut zu kandidieren und am 26. September um die Erststimme der Saarbrückerinnen und Saarbrücker zu werben? „Ich will gute Politik machen, die Probleme erkennt, Hürden abbaut und Unterstützung leistet.“

 

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