Zu viele nicht angemeldete Vierbeiner: Saar-Gemeinde will jetzt Hundebesitzer kontrollieren

Eine Saar-Gemeinde wird nach eigenen Angaben in den kommenden Wochen verstärkt Kontrollen von Hundebesitzern durchführen. Dabei geht es um die Hundesteuer. In der Gemeinde soll es zu viele nicht angemeldete Vierbeiner geben. Bei einem Steuervergehen kann mitunter dieses Bußgeld fällig werden:
Eine Saar-Gemeinde wird nach eigenen Angaben in den kommenden Wochen verstärkt Kontrollen von Hundebesitzern durchführen. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Bildfunk
Eine Saar-Gemeinde wird nach eigenen Angaben in den kommenden Wochen verstärkt Kontrollen von Hundebesitzern durchführen. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Bildfunk

In Nalbach sind rund 700 Hunde zur Hundesteuer angemeldet

Wer einen Hund hält, muss diesen auch anmelden. In Nalbach sind rund 700 Vierbeiner entsprechend angemeldet, so die Angaben der Gemeinde. Das muss innerhalb von zwei Wochen nach Beginn der Haltung geschehen. Allerdings würden einige Halter:innen dieser Pflicht nicht nachkommen, teilt die Gemeinde aktuell auf ihrer Webseite mit. So müsse man „von einer hohen Dunkelziffer nicht angemeldeter Hunde“ ausgehen.

Zu viele nicht angemeldete Vierbeiner

Da es in der Gemeinde zu viele nicht angemeldete Vierbeiner gebe, wurden nun verstärkte Kontrollen angekündigt. Diese hätten „zwei Hauptziele“. Zum einen möchte man „die Anzahl nicht registrierter Hunde reduzieren, was dazu beiträgt, Ordnung und Sicherheit“ vor Ort zu gewährleisten. „Zweitens ist es wichtig, dass Hundehalter*innen, die ihre Hundesteuerpflicht erfüllen, fair behandelt werden.“

Nach Angaben der Gemeinde würden die meisten Verstöße aus dem jeweiligen Umfeld gemeldet, etwa durch die Nachbarschaft. „Gründe sind meist zu lautes Gebell, freies Umherlaufen oder eine Anzeige wegen Hundebiss“, heißt es.

Aufruf zur Anmeldung der Tiere

Halter:innen, die es bislang versäumt haben, ihre Fellnase anzumelden, sollen jetzt die Gelegenheit zur Nachholung erhalten. „Zwar muss die Hundesteuer bei rückwirkender Anmeldung nachträglich ab Aufnahme des Hundes entrichtet werden“, so die Gemeinde. „Es wird jedoch zunächst eine Übergangsfrist bis zum 30. Juni 2024 eingeräumt, in der davon abgesehen wird, zusätzlich ein Ordnungswidrigkeitsverfahren zu eröffnen.“

Die An- und Abmeldung könne schriftlich, persönlich oder digital erfolgen. Passende Formulare gibt es an dieser Stelle.

Ohne Anmeldung droht Bußgeld

Wie die Gemeinde weiter mitteilte, stellt eine unterlassene Anmeldung eines Hundes eine Ordnungswidrigkeit dar. Das könne geahndet werden. Je nach Einzelfallprüfung würden bis zu 5.000 Euro festgesetzt. „Die Höhe des Bußgeldes bemisst sich unter anderem danach, wie lange der Hund nicht angemeldet wurde.“

„Keine Hundemarke, kein Problem“

Wer bei einer entsprechenden Kontrolle eines Hundes keine Hundemarke mit sich führt (oder diese nicht mehr finden kann), hat laut Mitteilung kein Bußgeld zu erwarten. Zumindest, sofern die Fellnase korrekt angemeldet ist. Die bei der Überprüfung aufgenommenen Daten würden vom Steueramt kontrolliert.

Verwendete Quellen:
– Webseite der Gemeinde Nalbach