Saar-Gesundheitsministerium gegen Impfpflicht in Pflegeberufen

Die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) ist gegen eine Impfpflicht in Pflegeberufen. Die Debatte über eine verpflichtende Corona-Impfung für Menschen in Medizin und Pflege hatte nach der Einführung in Frankreich und Großbritannien auch in Deutschland wieder an Fahrt aufgenommen.
Das Gesundheitsministerium im Saarland ist gegen eine Impfpflicht in Pflegeberufen. Symbolfotos: Soeren Stache & Daniel Bockwoldt/dpa-Bildfunk
Das Gesundheitsministerium im Saarland ist gegen eine Impfpflicht in Pflegeberufen. Symbolfotos: Soeren Stache & Daniel Bockwoldt/dpa-Bildfunk
Das Gesundheitsministerium im Saarland ist gegen eine Impfpflicht in Pflegeberufen. Symbolfotos: Soeren Stache & Daniel Bockwoldt/dpa-Bildfunk
Das Gesundheitsministerium im Saarland ist gegen eine Impfpflicht in Pflegeberufen. Symbolfotos: Soeren Stache & Daniel Bockwoldt/dpa-Bildfunk

„Ich glaube, dass wir das auch so hinbekommen“, erklärte die Saar-Gesundheitsministerin am Montag (19. Juli 2021) in Saarbrücken. Eine Impfpflicht in Pflegeberufen lehnt Monika Bachmann laut einer Meldung des Evangelischen Pressedienstes (EPD) ab.

Seit fünf Wochen habe es in den saarländischen Alten- und Pflegeheimen keine Todesfälle mehr in Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Beim nicht-medizinischen Personal in den Einrichtungen sei jedoch noch „viel Luft nach oben“.

Dritte Impfrunde wird vorbereitet

Das Saarland bereitet sich unterdessen auf eine weitere Impfrunde vor, erklärte Bachmann weiter. Es sei noch unklar, wann und wie oft man geimpft werden müsse, um auch in Zukunft noch vor heftigen Covid-19-Infektionen geschützt zu sein. Selbst Expert:innen könnten dies derzeit nicht sagen.

Hälfte der Saarländer:innen zweitgeimpft

Die saarländische Gesundheitsministerin wirbt weiterhin dafür, sich impfen zu lassen. Zwar liege das Saarland bei Erst- und Zweitimpfungen bundesweit an der Spitze, dennoch „reicht uns das nicht.“ Etwa die Hälfte der Saarländer:innen ist bereits durchgeimpft. Das Ziel sei eine Quote von 85 Prozent der Bevölkerung. Sowohl Impfstoff als auch Impftermine stünden aktuell ausreichend und kurzfristig zur Verfügung.

AstraZeneca an Entwicklungsländer weitergeben

Die Ministerin sprach sich auch dafür aus, Impfdosen des Vakzins von AstraZeneca an Entwicklungsstaaten weiterzugeben. Über das weitere Vorgehen soll im Laufe des Tages bei einer Konferenz der Gesundheitsminister:innen entschieden werden.

Verwendete Quellen:
– Evangelischer Pressedienst