Spezialeinsatzkräfte im Saarland bekommen höhere Zulage

Die saarländische Landesregierung will die Erschwerniszulage für Spezialkräfte bei der saarländischen Polizei erhöhen. Das kündigten Ministerpräsident Tobias Hans und Innenminister Klaus Bouillon an.
Ministerpräsident Tobias Hans, Einsatzkräfte des SEK und Innenminister Klaus Bouillon. Bildquelle: BeckerBredel
Ministerpräsident Tobias Hans, Einsatzkräfte des SEK und Innenminister Klaus Bouillon. Bildquelle: BeckerBredel

Einsatzkräfte des Mobilen Einsatzkommandos und des Spezialeinsatzkommandos erhalten im Saarland aktuell eine Erschwerniszulage von 180 Euro im Monat. Die Saar-Landesregierung will diesen Betrag nun um 45 Euro auf  225 Euro pro Monat erhöhen.

„Die Spezialeinsatzkräfte sind die Speerspitze der saarländischen Polizei und unverzichtbar für die Sicherheit in unserem Land. Wir wissen, was ihnen abverlangt wird“, erklärte Ministerpräsident Tobias Hans erklärte dazu. Die Wertschätzung wolle man daher nicht nur durch die Beschaffung von Ausrüstung oder mehr Personal zeigen, sondern auch in Form von finanziellen Anreizen. Das betreffe insbesondere Zulagen für besondere Erschwernisse und Risiken. „Im Bereich der Spezialkräfte besteht hier Nachholbedarf – deshalb war es uns ein wichtiges Anliegen, für eine Erhöhung der Erschwerniszulage zu sorgen“, so Hans.

Weitere Investitionen in Polizei und Sicherheit

Auch Innenminister Klaus Bouillon pflichtet dem bei. „Es ist Aufgabe der Landesregierung, die Polizei bestmöglich zu unterstützen, damit sie ihre Aufgaben effektiv erfüllen kann“, erklärte er. Daher stünden vielfältige Investitionen bereit. Beispielsweise flossen rund 500.000 Euro in die Sachausstattung der Spezialkräfte. Für die Führungs- und Einsatzmittel gibt die Regierung in den Jahren 2016 bis 2024 insgesamt etwa 70 Millionen Euro zusätzlich aus. Hinzu kommen mehrere große Baumaßnahmen wie die Groß-Polizeiinspektion in Saarbrücken für 40 Millionen Euro und das Polizeizentrum Guy Lachmann in Kirkel für 28 Millionen Euro.

Zudem will die Regierung in Personal investieren. Innerhalb von acht Jahren will das Ministerium knapp 1.000 Kommissaranwärter:innen einstellen. „Wichtig ist allerdings nicht nur die Anzahl der Polizistinnen und Polizisten, sondern vor allem auch deren adäquate Besoldung“, so Bouillon. Insbesondere bei den Spezialkräften gebe es hierbei Nachholbedarf, den man mit dem Vorstoß abbauen wollen.

Die Änderung der Erschwerniszulagenverordnung bedarf noch einer Zustimmung im Ministerrat.

Verwendete Quellen:
– Pressemitteilung des Innenministeriums