Unbekannter lässt Hund auf 28-Jährigen in Saarlouis los: Verletzter muss operiert werden

Am gestrigen Donnerstag (13. Juni 2024) erlitt ein 28-Jähriger durch einen Hundeangriff in Saarlouis schwere Verletzungen. Der Staatsschutz ermittelt nun gegen den unbekannten Halter, da ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann.
Zu einem Hundebiss soll es nicht gekommen sein. Symbolfoto: Pixabay
Zu einem Hundebiss soll es nicht gekommen sein. Symbolfoto: Pixabay
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Der Vorfall ereignete sich am gestrigen Donnerstag (13. Juni 2024)  in der Hülzweiler Straße in Saarlouis-Fraulautern. Zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr trafen dort ein 28-Jähriger aus Syrien und ein unbekannter Hundehalter zufällig aufeinander.

Halter lässt Hund von der Leine – der attackiert sofort

Der Unbekannte ließ dabei aus unbekanntem Grund seinen als etwa kniehoch und ähnlich einem deutschen Schäferhund beschriebenen Hund von der Leine. Das Tier attackierte daraufhin sofort den 28-Jährigen und fügte ihm dabei schwere Verletzungen zu.

Schwerverletzter muss operiert werden

Erst nach Minuten rief der Halter den Hund zurück und flüchtete mit diesem in unbekannte Richtung von der Örtlichkeit. Der Verletzte begab sich nach dem Angriff zunächst nach Hause. Erst mit erheblichem Zeitverzug suchte er eine Klinik auf, wo er operiert und stationär aufgenommen wurde.

Update: Jetzt Ermittlungen wegen Vortäuschen von Straftat

In einer zweiten Mitteilung (mit Stand vom 5. Juli 2024) spricht das Landespolizeipräsidium Saar lediglich von einem „angeblichen Vorfall“, der sich laut Anzeiger am 13. Juni in Saarlouis-Fraulautern zugetragen haben soll. „Die durchgeführten Ermittlungen zu dem angeblichen Vorfall […], bei dem ein unbekannter Hundehalter einen Schäferhund auf einen syrischen Mitbürger gehetzt haben soll, haben den beanzeigten Sachverhalt nicht bestätigt“, so der jüngste Stand. Laut Ermittlungen hat sich demnach ein solcher Vorfall „tatsächlich nicht ereignet“.

Verwendete Quellen:
– Mitteilung des Landespolizeipräsidiums Saar