Wegen Corona: Frist für Führerschein-Umtausch wird verlängert

Eigentlich läuft am heutigen Mittwoch (19. Januar 2022) die erste Frist für den Führerscheinumtausch in Deutschland ab. Doch angesichts coronabedingter Verzögerungen und Engpässen bei den Terminvergaben auf den örtlichen Führerscheinstellen soll die Umtauschfrist nun verlängert werden:
Die erste Frist zum Umtausch der Führerscheine wird wohl um ein halbes Jahr verlängert. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Andreas Arnold
Die erste Frist zum Umtausch der Führerscheine wird wohl um ein halbes Jahr verlängert. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Andreas Arnold

43 Millionen Führerscheine müssen in Deutschland umgetauscht werden

Aufgrund einer EU-Richtlinie müssen in Deutschland rund 43 Millionen Führerscheine umgetauscht werden. Die neuen Dokumente sollen innerhalb der EU einheitlich und fälschungssicher werden. Zudem sollen die neuen Führerscheine alle in einer Datenbank erfasst werden, um einen Missbrauch zu vermeiden. Um eine Überlastung der Behörden zu vermeiden, hat man in Deutschland einen Stufenplan mit unterschiedlichen Fristen ausgearbeitet.

Führerschein-Umtauschfrist wegen Corona verlängert

Die erste Umtauschfrist läuft eigentlich bereits am heutigen Mittwoch (19. Januar 2022) ab. Demnach müssten Personen der Geburtsjahre zwischen 1953 und 1958 ihren Führerschein bis heute umgetauscht haben, sofern dieser bis zum 31. Dezember 1998 ausgestellt worden ist. Doch bereits im Vorfeld haben die Verkehrsminister:innen der Länder angekündigt, dass Verstöße gegen die Umtauschpflicht vorerst nicht sanktioniert werden sollen. Begründet wurde dies mit den aktuellen Belastungen durch die Corona-Pandemie. So gibt es derzeit zu viele Engpässe bei der Terminvergabe bei den örtlichen Führerscheinstellen.

Aus diesem Grund soll die aktuelle Umtauschfrist nun auch um ein halbes Jahr verlängert werden. Das beschloss die Innenministerkonferenz unter dem Vorsitz von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Demnach werde die Frist vom 19. Januar 2022 bis zum 19. Juli 2022 verlängert. Einen entsprechenden Antrag zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung werde Bayern unverzüglich in den Bundesrat einbringen, so Herrmann.

ADAC: Betroffene Autofahrer:innen sollten Fristverlängerung zügig nutzen

Den vom Führerschein-Umtausch betroffenen Autofahrer:innen rät der ADAC, die Fristverlängerung zügig zu nutzen und sich zeitnah um einen Termin bei der Führerscheinstelle zu kümmern. Denn dort käme es weiterhin coronabedingt zu Engpässen bei den Terminvergaben. Demnach müsse man mehrere Wochen einplanen, bis das neue Führerscheindokument vorliege.

Alle weiteren Fristen für den Führerschein-Umtausch in Deutschland findet ihr unter: „Zwangsumtausch des Führerscheins: Diese Bürger sind jetzt dran“.

Verwendete Quellen:
– Informationen des ADAC
– eigener Bericht
– Deutsche Presse-Agentur