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Basketball-Talent Wagner begeistert USA und Nowitzki

Führte Michigan ins Finale der US-College-Meisterschaft: Moritz Wagner aus Berlin. Foto: Charlie Neibergall/AP

Führte Michigan ins Finale der US-College-Meisterschaft: Moritz Wagner aus Berlin. Foto: Charlie Neibergall/AP

San Antonio (dpa) - Die NBA-reife Vorstellung von College-Toptalent Moritz Wagner begeistert selbst Dirk Nowitzki. «Ich hab' dich im Blick», twitterte der Superstar, als Wagner auf der großen Basketball-Bühne seine Gala ablieferte.

Mit dem Auftritt vor 70.000 Zuschauern bei der US-Unimeisterschaft hat sich der 20 Jahre alte Berliner bereits vor dem Finale in den landesweiten Fokus gespielt. «Er sollte zu einem soliden NBA-Spieler heranwachsen», prophezeite die «New York Times» am Oster-Wochenende und fragte beeindruckt: «Gibt es irgendetwas, was er nicht kann?»

Beim 95:79-Erfolg seiner Michigan Wolverines über die Loyola University Chicago lieferte Wagner eine Leistung für die Geschichtsbücher und erinnerte an die ganz Großen vergangener Tage. Der frühere Spieler von ALBA Berlin legte 24 Punkte und 15 Rebounds auf und war mit seinen 2,11 Meter von der Verteidigung zu keiner Zeit zu stoppen. Mindestens 20 Zähler und 15 Rebounds schafften in den vergangenen 40 Jahren in einem Halbfinale bei der March Madness («Verrückter März») lediglich die späteren NBA-Superstars Hakeem Olajuwon (1983) und Larry Bird (1979).

Wagner spielt in seinem dritten Jahr am College, bereits nach der vergangenen Saison wurde ihm Potenzial für die größte Liga der Welt attestiert. Nun wird von Experten erwartet, dass er in der Talenteziehung Draft von einem Club gegen Ende der ersten Runde auserwählt wird. Sollte er sich entschließen, bereits ein Jahr vor Ende des Abschlusses den Schritt in die NBA zu gehen.

Zunächst steht aber der Titel-Showdown an. «Unglaublich», jubelte Wagner, der vor den Augen seiner Eltern Beate und Axel auftrumpfte. «Ich genieße es so sehr. Unglaublich. Einen Schritt müssen wir noch gehen.» Michigans Trainer John Beilein suchte währenddessen nach Superlativen für seinen Schützling. «Er ist ein besonderer Junge», schwärmte der Coach über den Deutschen. «Es gibt eine kleine Gruppe von besonderen Spielern. Er gehört dazu.»

Im Endspiel ging es für das Wagner-Team am Montag (Ortszeit) gegen das favorisierte Villanova, die sich mit 95:79 im zweiten Semifinale gegen Kansas durchsetzen konnten. 

Aufzuhalten war Wagner auch vom US-Fernsehen nicht. Als er einem Ball außerhalb des Spielfelds nachjagte, kollidierte er mit TV-Experte Bill Raftery. Während Wagner gut gelaunt auf das Parkett zurücklief, zeigte der ehemalige College-Trainer seine zerbrochene Brille. «Sorry Coach. Ich hoffe, mehr ist nicht gebrochen», scherzte Wagner beim Anblick der Fernsehbilder.

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