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Deutsche Fechter machen kleine Schritte nach vorn

Säbelfechter Max Hartung holte mit der Mannschaft die Bronzemedaille. Foto: Jan Woitas

Säbelfechter Max Hartung holte mit der Mannschaft die Bronzemedaille. Foto: Jan Woitas

Novi Sad (dpa) - Es sind vorerst kleine Schritte, mit denen der Deutsche Fechter-Bund irgendwann auch im großen Stil zurück in die Weltklasse will.

Noch wirft die einstige Medaillen-Bank des unvergessenen Cheftrainers Emil Beck keine hohen Zinsen ab. So zog Sportdirektor Sven Ressel nach der EM in Novi Sad mit einmal Gold und zweimal Bronze eine Bilanz, die nicht restlos glücklich macht: «Die Ergebnisse sind noch sehr durchwachsen.»

Aber, so Ressel weiter: «Die EM war ja zunächst nur eine Standortbestimmung.» Viel wichtiger werden die Weltmeisterschaften vom 19. bis 27. Juli in China. In Wuxi ruhen die Hoffnungen vor allem auf den Etablierten wie Säbel-Europameister Max Hartung und dem WM- und EM-Dritten Richard Schmidt. Hartung will mit seinem Team schon bei der WM «zeigen, dass wir zu den Besten der Welt gehören».

Ein größerer Teil der anderen befindet sich auf dem Weg Richtung Olympia 2020 noch in einer sportlichen Grauzone. Selbst Stars wie der viermalige Einzel-Florettweltmeister Peter Joppich oder Peking-Olympiasieger Benjamin Kleibrink müssen sich mit diesem Status begnügen, wie die EM-Platzierungen 44 für Joppich und 15 für Kleibrink unterstreichen.

Dazu passen auch andere Resultate. Beste Deutsche mit dem Säbel war die Dormagenerin Anna Limbach als 29., beste Deutsche mit dem Degen die Vorjahres-EM-Zweite Alexandra Ndolo aus Leverkusen an Position elf. Positiv überraschten ihr Vereinskollege Lukas Bellmann als Degen-Siebter und Anne Sauer aus Tauberbischofsheim, die mit dem Florett als Fünfte ihre Zugehörigkeit zur Weltklasse bestätigte.

«In den anderen Disziplinen sind noch Reserven drin. Hier arbeiten wir daran, um noch näher an Top-Ergebnisse ranzukommen», sagte Ressel. Das soll mit Jüngeren umgesetzt werden: «Darauf bauen wir weiter auf. Aber selbstverständlich werden bis Tokio auch einige Erfahrene in unserem System bleiben.»

Und die sind noch wichtig beim sportlichen Neuaufbau, nachdem es bei den Rio-Spielen keine deutschen Medaillen gab. Hartung und das Säbelteam sind in Wuxi und auch darüber hinaus für Podiumsplätze gut. Und Degen-Ass Schmidt bewies in Novi Sad mit Bronze, dass WM-Platz drei 2017 in Leipzig «keine Eintagsfliege» war, wie der Offenbacher bemerkte.

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