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Volleyballerinnen feiern WM-Sensationssieg gegen Brasilien

Die deutschen Volleyballerinnen feiern den sensationellen Sieg gegen Brasilien. Foto: FIVB/AP

Die deutschen Volleyballerinnen feiern den sensationellen Sieg gegen Brasilien. Foto: FIVB/AP

Nagoya (dpa) - Nach der WM-Sensation gegen Brasilien hüpften Matchwinnerin Louisa Lippmann und ihre Mitspielerinnen außer sich vor Freude über den Hallenboden.

Dank einer beeindruckenden kämpferischen Leistung drehten die deutschen Volleyballerinnen in Nagoya einen 0:2-Satzrückstand und bezwangen den zweimaligen Olympiasieger aus Südamerika erstmals bei der Endrunde mit 3:2 (14:25, 19:25, 32:30, 25:19, 17:15). Diagonalangreiferin Lippmann führte die Mannschaft von Bundestrainer Felix Koslowski in Japan mit sagenhaften 36 Punkten zum Auftaktsieg in der zweiten WM-Gruppenphase und lässt Deutschland nach dem denkwürdigen Comeback sogar vom Einzug in die nächste Runde träumen.

«Felix hat uns vorher gesagt, dass er nachgeschaut hat, aber in der Geschichte noch nie einen deutschen WM-Sieg gegen Brasilien gefunden hat. Dass uns dies jetzt auf diese Art und Weise gelungen ist, ist einfach grandios. Ich bin sehr stolz auf das Team», sagte Spielführerin Maren Fromm nach dem 136 Minuten langen Thriller, in dem ihr selbst 20 Zähler gelangen.

«Ich hoffe, dass es jetzt erst der Anfang war und wir diese Leistung auch in den nächsten drei Spielen zeigen können. Ich hatte mir heute vorgenommen, dass ich in jeder Situation mutig und entschlossen durchgehe und das hat heute auch geklappt. Darüber freue ich mich sehr», sagte die 32 Jahre alte Außenangreiferin bei ihrer letzten WM. «Wir wissen, dass wir von anderen Ergebnissen abhängig sind, aber wir wollen unseren Teil erledigen und sehen dann weiter.»

Mit insgesamt vier Siegen aus sechs Partien können sich die Deutschen vor ihrem nächsten schweren Spiel in Gruppe E am Montag (3.40 Uhr) gegen den noch ungeschlagenen Europameister Serbien sogar leise Hoffnungen auf die dritte WM-Runde machen. Koslowskis Team hat es nämlich nicht in der eigenen Hand. Nur die ersten drei Mannschaften aus der Achtergruppe erreichen Phase drei.

Alleine noch im Rennen zu sein, ist für Lippmann & Co. schon ein riesiger Erfolg. Und dafür war der Coup gegen Brasilien die Voraussetzung. «Wahrscheinlich gibt es so eine Situation wie heute 100 Mal und wahrscheinlich geht diese 99 Mal 0:3 aus. Heute haben wir ein 0:2 und 17:21 gegen eine so erfahrene Mannschaft wie Brasilien gedreht», sagte Koslowski mit Blick auf prägnante Zahlen dieses Duells für die deutschen Geschichtsbücher.

«Die Mädels müssen heute stolz auf sich sein. Sie haben sich für das belohnt, was sie in der Vorrunde schon gezeigt haben, als wir guten Volleyball gespielt haben, aber noch die Resultate fehlten», erklärte Koslowski weiter und meinte die beiden Niederlagen gegen Vize-Europameister Niederlande (1:3) und Gastgeber Japan (0:3), als weitere Satzgewinne durchaus möglich gewesen wären.

Schon da bewiesen die deutschen Schmetterkünstlerinnen, was mit Zusammenhalt möglich sein könnte. Brasilien war die vorläufige Krönung für den WM-Neunten von 2014. «Wir haben eine riesige Geschlossenheit und heute waren alle bereit, dies auf dem Feld zu zeigen», resümierte Koslowski. «Wir wollen jetzt einfach nur weiter spielen und gucken nicht auf die anderen Ergebnisse.»

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