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Euphorie nach Fußball-Fest gegen Lazio in Frankfurt

Die Spieler von Eintracht Frankfurt feierten einen 4:1-Sieg gegen Lazio Rom. Foto: Thomas Frey

Die Spieler von Eintracht Frankfurt feierten einen 4:1-Sieg gegen Lazio Rom. Foto: Thomas Frey

Frankfurt/Main (dpa) - Nach einem magischen Abend soll der Fußball-Zauber bei Eintracht Frankfurt weitergehen. «Es macht Lust auf mehr. Das macht einfach Spaß», sagte Nationaltorwart Kevin Trapp nach dem grandiosen 4:1 (2:1) in der Europa League gegen Lazio Rom.

«Es war eine Nacht, die ich nie vergessen werde. Wir müssen die Euphorie aus dem Spiel mitnehmen», schwärmte auch Trainer Adi Hütter. Nach holprigen Start beim DFB-Pokalsieger hatte der Österreicher schon einigen Gegenwind und Zweifel gespürt, ob er die richtige Wahl als Nachfolger des zum FC Bayern gewechselten Niko Kovac sei. «Vor ein paar Wochen hat es etwas anders ausgeschaut. Deshalb weiß ich diesen Sieg richtig einzuschätzen», meinte Hütter, den seine Spieler schnell akzeptiert haben. «Wir sind eine pflegeleichte Mannschaft und kommen mit jedem Trainer zurecht», sagte Kapitän Marco Russ.

Trotz der imponierenden Leistung des hessischen Bundesligisten sieht Hütter Potenzial zur Steigerung. «Wir sind auf einem ordentlichen Weg, haben aber noch Lücken zu schließen», befand Hütter. «Ich finde, man kann immer noch besser spielen.» Mit dem 2:1 im ersten Spiel der Gruppen H bei Olympique Marseille sowie den 4:1-Siegen gegen Hannover 96 und Rom gelang schon mal eine starke Serie.

«Hannover war der Befreiungsschlag, Rom das I-Tüpfelchen», sagte Trapp. Nach dem europäischen Festtag und beflügelt von einer stimmungsvollen Choreographie der 47.000 Fans im Stadion muss sich die Eintracht schnell auf den Bundesliga-Alltag und die Partie am Sonntag bei 1899 Hoffenheim einstellen. «Wir müssen den Schalter umstellen. Es bringt uns nichts, wenn wir in die K.o.-Phase kommen und auf den Abstiegsrängen stehen», warnte Innenverteidiger Russ. «Der Fokus muss trotz aller schönen Szenen und Bilder auf Hoffenheim liegen.»

Bloß nicht nachlassen, fordert auch Coach Hütter vor dem Duell auf Augenhöhe der beiden punkt- und torgleichen Tabellenelften. «Der Tabellenstand ist nicht so, dass wir super, super platziert sind», erklärte er am Freitag. «Die Mannschaft ist momentan in einem sehr guten Zustand. Dennoch beginnt es am Sonntag wieder alles bei null.»

In der Europa League ist dagegen die Tür zum Weiterkommen in das Sechzehntelfinale weit aufgestoßen. Mit sechs Punkten liegt Frankfurt vor Lazio Rom (3), Apollon Limassol und Marseille (je 1) vorn. «Wir haben uns eine Super-Ausgangsposition geschaffen, aber noch ist nichts erreicht», mahnte Hütter. Nach den Coups gegen die Favoriten könne man aber in den beiden hintereinander folgenden Spielen gegen den FC Apollon am 25. Oktober und 8. November «den Sack zumachen».

Für die Frankfurter hat gegen den italienischen Erstligisten fast alles perfekt gepasst. Schon in der vierten Minute sorgte Verteidiger Danny da Costa für die schnelle Führung und krönte seine starke Leistung durch das 4:1 (90.+3). «Ich bin weit davon entfernt, ein Torjäger zu werden», meinte er nach dem ersten «Doppelpack» seiner Karriere. Filip Kostic (28.) und Luca Jovic (52.) erzielten die weiteren Tore. Den einzigen Treffer der Gäste erzielte Marco Parolo (23.) zum zwischenzeitlichen 1:1.

Dass der Weltklassestürmer und Ex-Dortmunder Ciro Immobile, der in der vergangenen Saison der Serie A 29 Tore in 33 Ligaspielen erzielte, nicht zum Zuge kam, ist vor allem einem Eintracht-Profi zu verdanken: Dem Japaner Makoto Hasebe. «Man muss immer vorsichtig sein mit Superlativen», sagte Hütter. «Für unsere Verhältnisse habe ich aber eine Weltklassepartie von Hasebe gesehen.»

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