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Hasenhüttl sieht St. Petersburg «gute Herausforderung» an

Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl muss sich im Europa-League-Achtelfinale mit Zenit St. Petersburg auseinandersetzen. Foto: Jan Woitas

Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl muss sich im Europa-League-Achtelfinale mit Zenit St. Petersburg auseinandersetzen. Foto: Jan Woitas

Leipzig (dpa) - Eines weiß Ralph Hasenhüttl auch vor der ersten Russlandreise seines Lebens schon ganz genau. So wie gegen den SSC Neapel darf RB Leipzig vor heimischer Kulisse in der Europa League nicht noch mal spielen.

«Wenn man mit einem 0:2 nach Petersburg fährt, kann man nicht davon ausgehen, dass man dort 3:1 gewinnt», sagte der 50 Jahre alte Österreicher. Mit 0:2 hatte der deutsche Fußball-Vizemeister am Abend zuvor das Rückspiel in der Zwischenrunde gegen den Spitzenreiter der Serie A verloren. Durch das 3:1 im Hinspiel in Neapel blieb RB aber im Lostopf.

Die Leipziger mussten nicht lange warten, bis die Kugel durch den französischen Ex-Nationalspieler Eric Abidal bei der Auslosung in der UEFA-Zentrale in Nyon gezogen wurde. Als drittes Los war Leipzig dran, das vierte war St. Petersburg. «Dass es keinen einfachen Gegner gibt, ist jedem klar», sagte Hasenhüttl. «Dass wir erst zuhause und dann auswärts spielen, ist auch eine neue Herausforderung. Wenn es soweit ist, werden wir uns mit viel Freude darauf vorbereiten.»

Gut gelaunt zeigte er sich aber auch jetzt schon. Als sich der moderierende RB-Sprecher bei der Pressekonferenz einen kleinen Versprecher leistete und Hasenhüttl einleitend fragte: «Wie schätzt du den Gegner und damit verbunden auch das Aus ein?», brach der RB-Coach erstmal in herzhaftes Lachen aus.

Als Hasenhüttl die Fassung wieder gewonnen hatte, sprach er weiter über die bevorstehende internationale Prüfung der jungen Leipziger Mannschaft. Das Hinspiel steigt am 8. März, das Rückspiel eine Woche später in St. Petersburg, einem der WM-Austragungsorte. Ihm gebe das keinen Schub, vielleicht aber dem ein oder anderen Nationalspieler, meinte Hasenhüttl.

Zurzeit liegen die Petersburger in der russischen Liga auf dem zweiten Platz mit acht Punkten Rückstand auf Lokomotive Moskau. In der Zwischenrunde hatte sich Zenit gegen Celtic Glasgow durchgesetzt. Nach einer 0:1-Niederlage im Hinspiel gewann Petersburg daheim mit 3:0. 2008 holte der Club den UEFA-Pokal.

Klar ist, dass die Spieler alles daran setzen dürften, in den beiden Partien gegen St. Petersburg, aber vor allem auch schon an diesem Sonntag (18.00 Uhr/Sky) im Liga-Alltag gegen den 1. FC Köln den Heim-Auftritt gegen Neapel ohne einen einzigen Schuss aufs gegnerische Tor vergessen zu machen. Auch wenn die Niederlage zum Weiterkommen reichte.

«Wir sind verärgert und enttäuscht wegen des Spiels, weil wir fast gar nichts gezeigt haben, was uns ausmacht. Wir müssen halt anerkennen, dass Napoli eine Klasse besser war», hatte Offensivmann Marcel Sabitzer aber betont. Die Neapolitaner hätten RB teilweise die Grenzen aufgezeigt, meinte Mittelfeldspieler Diego Demme, der anstelle von Willi Orban die Mannschaft als Kapitä angeführt hatte.

Gegen Köln ist Abwehrchef Orban wieder fit, die Fleischwunde vom 1:2 Montag bei Eintracht Frankfurt macht keine Probleme mehr. Fraglich ist die Rückkehr von Naby Keita im Mittelfeld, dafür ist Emil Forsberg nach fast drei Monaten wieder eine Option für die Startelf. Der Schwede war zuletzt nur eingewechselt worden.

Mit einem Sieg wollen die heimstarken Leipziger ihre Ambitionen auf einen direkten Champions-League-Platz unterstreichen, unabhängig von Gegnern und den Runden in der Europa League. Blenden lassen will sich Hasenhüttl in der Liga von der misslichen Situation der Kölner auch nicht: «Bei einem Gegner schaue ich als letztes auf den Tabellenplatz. Mit Köln erwarten wir eine Mannschaft, die bei weitem noch nicht aufgegeben hat.»

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