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Real trauert um Ex-Präsidenten - Lorenzo Sanz gestorben

Der ehemalige Real-Präsident Lorenzo Sanz 1998 nach dem Gewinn der Champions League mit dem damaligen Trainer Jupp Heynckes. Foto: Gustavo_Cuevas/epa efe/dpa

Der ehemalige Real-Präsident Lorenzo Sanz 1998 nach dem Gewinn der Champions League mit dem damaligen Trainer Jupp Heynckes. Foto: Gustavo_Cuevas/epa efe/dpa

Madrid (dpa) - Real Madrid trauert um Lorenzo Sanz. Der frühere Präsident des spanischen Fußball-Rekordmeisters ist im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte sein Sohn Lorenzo Sanz Jr. mit.

Sanz, der Real von 1995 bis 2000 vorstand, habe neben der Infektion mit dem neuen Virus auch eine Nierenerkrankung gehabt, gaben die behandelnden Ärzte auf Anfrage bekannt. Zur Todesursache wurde zunächst aber nichts mitgeteilt.

Sanz war vor einigen Tagen positiv auf das neue Virus Sars-CoV-2 getestet worden und lag seit Dienstag auf der Intensivstation des Madrider Krankenhauses Hospital Jiménez Díaz. Die spanische Profiliga sprach den Hinterbliebenen ihr Beileid aus. «Mein Vater ist jetzt vor Kurzem gestorben. Er hat ein solches Ende nicht verdient», hatte der älteste Sohn von Sanz in seiner Mitteilung an die Medien geschrieben.

Sanz-Nachfolger Florentino Pérez, der mit einer dreijährigen Auszeit bis heute im Amt ist, versprach, den Verstorbenen würdig im Stadion zu verabschieden. «Er verdient die höchste Anerkennung, und wir werden ihm diese mit allen Madridern zuteil werden lassen», teilte Pérez mit. Da die Saison wegen des Coronavirus ausgesetzt ist, sei im Moment kein Gedenken im Rahmen eines Spiels möglich, «aber wir werden selbstverständlich dafür sorgen, dass es stattfindet. Damit das Gedenken an ihn in den Köpfen der neuen Generation verankert bleibt», erklärte der Präsident.

In Sanz' Amtszeit Zeit beendete Real 1998 eine 32 Jahre dauernde Wartezeit und gewann mit dem deutschen 1990er-Weltmeister Bodo Illgner im Tor und Trainer Jupp Heynckes die Champions League. Zwei Jahre später wurde der Erfolg in der Königsklasse wiederholt.

«Ruhe in Frieden, Presi», schrieb der frühere niederländische Nationalspieler Clarence Seedorf, der viele Jahre für Real spielte, auf Instagram: «Danke für alles, was sie Real und meiner Familie gegeben haben.»

Bewegende Worte fand Fernando Morientes, der im Endspiel 2000 gegen Valencia (3:0) das Führungs-Tor geschossen hatte. «Es wird keinen Abschied zwischen uns geben. Wo immer du bist, werde ich dich in meinem Herzen tragen», schrieb der 43-Jährige: «Du hast mir das Gefühl gegeben, geliebt zu werden. Du hast mir das Gefühl gegeben, wichtig zu sein. Du hast mir die Gelegenheit gegeben, meinen Traum zu erfüllen. Du hattest den Mut, mich mit nur 21 Jahren zu Real Madrid zu bringen. Und ich werde dir mein ganzes Leben lang danken.»

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