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Rüdiger: «Einfach, mit dem Finger auf uns zu zeigen»

Nationalspieler Antonio Rüdiger sieht Fußball-Profis in der Debatte um einen Gehaltsverzicht in der Corona-Krise zu Unrecht in der Kritik. Foto: Niall Carson/PA Wire/dpa

Nationalspieler Antonio Rüdiger sieht Fußball-Profis in der Debatte um einen Gehaltsverzicht in der Corona-Krise zu Unrecht in der Kritik. Foto: Niall Carson/PA Wire/dpa

London (dpa) - Nationalspieler Antonio Rüdiger sieht Fußball-Profis in der Debatte um einen Gehaltsverzicht in der Corona-Krise zu Unrecht in der Kritik.

«Sind Fußballer eigentlich die einzigen Menschen, die gutes Geld verdienen? Ich glaube nicht», sagte der 27 Jahre alte Profi des FC Chelsea den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland. «Aber es ist wie immer sehr einfach, auf uns mit dem Finger zu zeigen.» Die Premier-League-Profis hatten einen Gehaltsverzicht zunächst abgelehnt und waren dafür kritisiert worden.

Der Abwehrspieler erwartet nicht, dass sich durch die Corona-Krise im Profifußball etwas verändert. «Ich glaube, dass sehr schnell alles ist wie vorher», sagte der frühere Bundesliga-Profi, der seit 2017 in London spielt. Er wünsche sich, dass die Menschen generell zuerst auf sich selbst schauten, bevor sie andere kritisierten. «Wenn jemand ein Goldsteak isst oder eine teure Jacke trägt, dann werde ich das nicht bewerten. Wer bin ich, um darüber zu urteilen?»

Die Rückkehr der Bundesliga zum Spielbetrieb hat der 30-malige Nationalspieler am vergangenen Wochenende am Fernseher verfolgt. «Es war schon sehr gewöhnungsbedürftig auch vor dem TV - so ganz ohne Fans und typische Stadionatmosphäre», sagte er. «Ich habe mich aber darüber gefreut, dass in Deutschland der Ball endlich wieder rollt.»

Antonio Rüdiger bei dfb.de

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