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Werner mit RB in Trondheim gefordert

Rackert und rennt viel: RB-Stürmer Timo Werner. Foto: Jan Woitas

Rackert und rennt viel: RB-Stürmer Timo Werner. Foto: Jan Woitas

Leipzig (dpa) - Stets bemüht, doch irgendwie auch ein bisschen glücklos. Nationalstürmer Timo Werner rackert, rennt und riskiert viel, doch mehr Tore bei RB Leipzig verbuchen derzeit seine Sturmkollegen Yussuf Poulsen und Jean-Kevin Augustin.

Während Werner in den bisherigen acht Pflichtspieleinsätzen in dieser Saison auf zwei Tore kommt, stehen beim Dänen (12 Einsätze) und beim zwischenzeitlich vom Club suspendierten Franzosen (11) jeweils sechs Treffer auf der Habenseite.

Nach dem bitteren 2:3 im RB-Duell gegen Salzburg brauchen die klar favorisierten Sachsen am Donnerstag (18.55 Uhr) bei Rosenborg Trondheim einen Erfolg, um in der Gruppe B nicht weiter unter Druck zu geraten. Die Norweger hatten das erste Spiel bei Celtic Glasgow 0:1 verloren.

Vorwürfe vom Team an Werner gibt es nicht. Im Gegenteil: Es überwiegt eher die Freude, dass nicht alles auf den Schwaben lastet. «Yussi kämpft immer bis zum Ende, ist ständig in der Box und dabei sehr gefährlich. Dass er jetzt auch die Tore macht, tut uns richtig gut», lobte RB-Keeper Péter Gulácsi den Dänen Poulsen.

Dieser ist in Sachen Wille und Einsatz - wie Werner - ganz vorn. Dennoch klebt beim deutschen Nationalstürmer derzeit etwas Pech an den Fußballschuhen. Oft im Abseits, nicht eiskalt genug beim Abschluss - und auch die Körpersprache wirkt manchmal ein wenig hilflos. Werners Tor-Misere ging schon im Qualifikationsspiel daheim beim 3:2-Last-Minute-Sieg gegen Luhansk los. Der von ihm deutlich mit dem Fuß ins Tor abgefälschte Schuss von Matheus Cunha wurde dem Brasilianer zuerkannt. Dann folgten Latten- und Pfostentreffer, ehe im Heimspiel gegen Hannover (3:2) nach brillanter Vorarbeit von Emil Forsberg endlich der erste Doppelpack in dieser Saison gelang.

Das war es vorerst. Die bittere Heimniederlage gegen RB Salzburg musste er wegen Adduktorenbeschwerden von der Tribüne aus verfolgen. Beim 1:1 in Frankfurt blieb er torlos, das perfekt herausgespielte 2:0 gegen seinen Ex-Verein VfB Stuttgart wurde nach einem Videoschiedsrichter-Einspruch wegen Abseits wieder zurückgenommen. Werner wurde dann in der 74. Minute ausgewechselt. Der für ihn ins Spiel gekommene Stürmerkollege Augustin, der zuvor vom Verein aus Disziplinargründen suspendiert wurde, traf nach genialer Einzelleistung zum 2:0. In Hoffenheim sorgte Poulsen mit einem Doppelpack für den 2:1-Auswärtserfolg - Werner wurde in der 68. Minute von Augustin ersetzt.

Ralf Rangnick sieht das glücklose Auftreten von Werner nicht als Problem, immerhin fehlt nach dem kräftezehrenden WM-Sommer noch das letzte Quäntchen an Energie. «Es ist deutlich zu sehen, dass sich mehrere unserer Spieler ihrer Bestform annähern», sagte der 60 Jahre alte Cheftrainer. Zur Topform fehlt Werner, der in der Bundesliga-Premieren-Saison 21 Tore erzielte, noch ein großer Schritt.

Vielleicht kommen die Norweger gerade recht. Die Skandinavier waren schon einmal ein Aufbaugegner für den 22-jährigen Werner. Nach der monatelangen Diskussion um seine Schwalbe gegen Schalke 04 im Dezember 2016 wurde er als Reizfigur im darauffolgenden Sommer gnadenlos ausgepfiffen. Beim Länderspiel in Tschechien musste er sich sogar Buhrufe der eigenen Fans gefallen lassen. Dann meldete er sich in Stuttgart gegen Norwegen mit einem Doppelpack zurück, wurde in seiner Geburtsstadt mit «Timo-Werner-Sprechchöre» gefeiert.

© WhatsBroadcast
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