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ALBA will «kühlen Kopf» bewahren - FC Bayern nachlegen

Die ALBA-Spieler haben zum zweiten Finalspiel die Bayern in Berlin zu Gast. Foto: Matthias Balk

Die ALBA-Spieler haben zum zweiten Finalspiel die Bayern in Berlin zu Gast. Foto: Matthias Balk

Berlin (dpa) - Vor dem so wichtigen zweiten Finalspiel um die deutsche Basketball-Meisterschaft gegen den FC Bayern München demonstriert ALBA Berlin Gelassenheit.

«Es ist eine Best-of-Five-Serie, in der noch überhaupt nichts verloren ist», sagte ALBA-Center Johannes Thiemann vor dem Playoff-Heimspiel am heutigen Mittwoch (20.30 Uhr/Magenta Sport). «In Berlin zu gewinnen ist das einzige, was jetzt gilt.»

Die Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses steht nach dem mit 70:74 verlorenen Auftaktspiel vom Sonntag aber schon unter Druck, will sie den ersten Meistertitel seit 2008 nicht noch weiter aus den Augen verlieren. Denn wer zuerst drei Spiele in der K.o.-Serie gewinnt, schnappt sich die Bundesliga-Krone.

«Der Erfolgsdruck ist jetzt natürlich größer», sagte ALBA-Kapitän Niels Giffey. «Dass das jetzt für uns fast schon ein 'Do or die'(Alles oder nichts)-Spiel ist, finde ich aber gar nicht so schlecht. Dass du dich nicht zu sicher fühlst, kann gerade zu Hause sogar hilfreich sein.»

In dieser Saison konnten die Berliner im Pokal-Viertelfinale die Münchner bezwingen. Die beiden Punktspiele gewann jedoch der FC Bayern, der bisher alle fünf Bundesliga-Playoff-Serien gegen ALBA gewonnen hat. «So wie sich das anfühlt, müssen wir ein Spiel in Berlin gewinnen, um Meister zu werden», sagte Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic, der diese Aussage allerdings nicht zwingend auf Partie zwei bezog.

Der Titelverteidiger aus München hatte im ersten Spiel Nerven bewahrt. In den letzten Minuten mit strittigen Schiedsrichterentscheidungen zog er sein Konzept durch - im Gegensatz zu den Berlinern.

«In der Schlussphase war ich tatsächlich mit einigen Pfiffen nicht einverstanden. Aber trotzdem müssen wir als Team einfach besser aufpassen, dass wir uns davon in kritischen Situationen nicht mental und emotional mitziehen lassen und den Rhythmus verlieren», mahnte Giffey. «Wenn man sich ungerecht behandelt fühlt, muss man seinen Standpunkt schon vertreten. Aber man muss einen kühlen Kopf behalten und man muss eine falsche Entscheidung auch akzeptieren.»

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