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Dortmunds Super-Joker Sancho: Besser als Ronaldo und Messi

Der Dortmunder Jadon Sancho ist derzeit in Hochform. Foto: Ina Fassbender

Der Dortmunder Jadon Sancho ist derzeit in Hochform. Foto: Ina Fassbender

Dortmund (dpa) - Lionel Messi und Cristiano Ronaldo sind auch in dieser Statistik fast schon wieder spitze. Je vier Tore haben die beiden größten Weltstars des Fußballs an den ersten sieben Spieltagen der neuen Saison vorbereitet. Nur ein einziger Spieler in ganz Europa ist besser.

Sein Name: Jadon Sancho. Dass der 18 Jahre alte Dortmunder, dem sie schon in England den Beinamen «Wonderkid» gegeben haben, diese Statistik anführt, ist nicht nur wegen seines Alters überraschend. Sondern vor allem auch aufgrund der Tatsache, dass Sancho nur Joker ist. Messi brauchte 575 Einsatzminuten für seine Assists, Ronaldo 630. Sancho ganze 124. Kein einziges Mal stand er bisher in der Startelf. Doch wenn der Engländer mit Eltern aus Trinidad und Tobago reinkommt, bringt er Schwung.

«Tack-tack-tack, mit einem Kontakt», habe er zum Beispiel beim 4:2 in Leverkusen gespielt, sagte sein Trainer Lucien Favre anerkennend. Als Sancho ins Spiel kam, lag Dortmund mit 1:2 hinten. Sekunden später bereitete er das 2:2 vor. Später auch noch das 4:2. Bleibt die Frage: Ist Sancho als Joker zu gut, um von Anfang spielen zu können? Ihm selbst wurde diese Frage am Samstag gestellt. Sancho schaute ungläubig. «Natürlich will ich nicht nur Einwechselspieler sein», antwortete er «Ich will von Beginn an spielen.»

Möglicherweise bekommt er seine Chance schon am Mittwoch in der Champions League gegen die AS Monaco (21.00 Uhr). Eine statistische Feinheit spricht dafür. Im April spielte er gegen Leverkusen 90 Minuten durch und erzielte sein erstes Bundesliga-Tor. Dabei traf er auf der Außenbahn oft auf Gegenspieler Benjamin Henrichs - der inzwischen in Monaco spielt.

Doch Favres Ansinnen, das Talent derzeit immer von der Bank zu bringen, ist nachvollziehbar. Sancho ist der ideale Spieler, um einen Ruck durch eine Mannschaft gehen zu lassen. Um in einem vorsortierten Spiel Unordnung in die gegnerischen Reihen zu bringen.

«Der Gegner weiß, dass wir eine echte Waffe haben, sobald Jadon reinkommt», sagte Kapitän Marco Reus, der fast als ein Zieh-Vater Sanchos fungiert: «Wir sind froh, dass wir so ein Ass im Ärmel haben.» Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung, erklärte dem «kicker»: «Wenn wir dieses Erfolgsmodell fortführen könnten, wäre das doch großartig. Jadon ist brutal wertvoll für uns, wenn er von der Bank kommt.»

Zudem ist es vielleicht ein netter Nebeneffekt, den als Wildfang geltenden Teenager auf dem Boden zu halten. Sein Ex-Trainer Pep Guardiola berichtete nach dem Wechsel des Ausnahme-Talents von Manchester City in die Bundesliga verärgert davon, dass man sich eigentlich schon per Handschlag auf einen Vertrag geeinigt habe. An den Qualitäten des besten Spielers der U17-WM 2017 hat aber auch der frühere Bayern-Coach keinerlei Zweifel. «Er ist ein großes Talent, das den englischen Nationalteams gut zu Gesicht stehen wird», sagte Guardiola: «Deshalb haben wir alles versucht, ihn zu halten.»

Sancho wechselte dennoch für rund acht Millionen Euro nach Dortmund. Er begründete dies mit der Hoffnung auf mehr Spielzeit. Derzeit ist er zwar nur Teilzeitarbeiter - doch für Furore sorgt er auch so.

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