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Ernüchterung bei Nagelsmann: Hoffenheim mit Minimalchance

Könnte sich bald schon mit Hoffenheim aus der Königsklasse verabschieden: Trainer Julian Nagelsmann (l). Foto: Uwe Anspach

Könnte sich bald schon mit Hoffenheim aus der Königsklasse verabschieden: Trainer Julian Nagelsmann (l). Foto: Uwe Anspach

Lyon (dpa) - Der dichte Nebel beim Abflug in Lyon spiegelte die trüben Aussichten wider. Ernüchtert ist die TSG 1899 Hoffenheim am Donnerstag von der so hoffnungsvoll gestarteten Champions-League-Reise aus Frankreich zurückgekehrt.

Nach dem glücklichen 2:2 (0:2) bei Olympique sind die Chancen des Königsklassen-Neulings auf den Achtelfinaleinzug auf ein Minimum gesunken. Trainer Julian Nagelsmann machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. «Es bleibt ein Hintertürchen auf - besser als wenn es zu wäre. Aber große Freude werde ich nicht entwickeln», sagte der 31-Jährige.

Die Rufe «TSG! Hoffenheim!» der 1600 mitgereisten Fans erklangen noch lange und trotzig im EM-Stadion von Lyon. Die Spieler allerdings waren nach dem vierten sieglosen Gruppenspiel ziemlich niedergeschlagen - wegen der schlechten Aussichten aufs Weiterkommen und ihres Auftretens beim früheren französischen Serienmeister. Zu grün agierte der Bundesligist wieder einmal in der Defensive, wo der schwache Kasim Adams mit seiner Gelb-Roten Karte in der 51. Minute sein Team dezimierte.

Ein Blick auf die Tabelle offenbarte die Zwei-Klassen-Gesellschaft: Der englische Meister Manchester City als Spitzenreiter mit neun Punkten, Lyon mit sechs, Hoffenheim mit drei einen Zähler vor Schachtjor Donezk. «Da gibt's nicht so viele Variable», sagte Sportchef Alexander Rosen zu möglichen Rechenexempeln. «Der Auftrag ist jetzt, dass wir uns mit einem Heimsieg gegen Donezk schon die Euro League sichern und damit dann die Chance haben auf ein Endspiel gegen ein Manchester City, das vielleicht schon durch ist.»

Lyon würde allerdings bei einer möglichen Punktgleichheit am Ende im direkten Vergleich wegen der auswärts mehr erzielten Tore vor Hoffenheim liegen. «Es fühlt sich an wie eine Niederlage», sagte Torhüter Oliver Baumann, der bei zahlreichen Kontern von Olympique weitere Gegentreffer verhinderte. «Es muss uns eine Lehre sein: Wir bekommen zu viele Gegentore und zu einfache.»

Für die Franzosen hatten vor 53.850 Zuschauern Weltmeister Nabil Fekir (19. Minute) und Tanguy Ndombelé (28.) getroffen. Andrej Kramaric (65.) und Pavel Kaderabek (90.+2) glichen für die Hoffenheimer doch noch aus. «In der zweiten Halbzeit ging es um alles oder nichts. Wir hatten Riesenglück, dass die nicht noch vier oder fünf Tore schießen», räumte Nagelsmann ein. «Wir sind zurückgekommen - natürlich unverdient. Das ist ein glücklicher Punkt für uns.»

Auch bei Nico Schulz überwog die Enttäuschung. Eine Woche nach dem DFB-Pokal-Aus bei RB Leipzig kann die TSG quasi den zweiten Wettbewerb abhaken. «Wenn Lyon nicht so blind vor dem Tor gewesen wäre, schießen die uns ab. Hinten waren wir naiv», sagte der Nationalspieler. Während beim 1:2 gegen Manchester und beim 3:3 zuhause gegen Lyon individuelle Fehler einen Sieg verhinderten, stimmte dieses Mal die gesamte Rückwärtsbewegung nicht.

Adams, Abwehrchef Kevin Vogt und Ermin Bicakcic standen den pfeilschnellen OL-Stürmern oft hilflos gegenüber. «Ich finde nicht, dass er überfordert gewirkt hat», verteidigte Nagelsmann Adams, den er trotz einer Gelben Karte in der Pause nicht rausgenommen hatte. «Es ist immer ein bisschen einfach, wenn man auf die drei Verteidiger losgeht, die eine Riesenraum zu verteidigen haben.» Die Defensivarbeit bereitet dem Chefcoach dennoch Kopfschmerzen, bevor es im Liga-Alltag am Samstag gegen den FC Augsburg weitergeht. «Das ist eine große Baustelle, weil wir nicht der FC Barcelona sind sondern Hoffenheim.»

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