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Nach der «Bombe»: Real-Fans halten zu Ronaldo

Real Madrids Superstar Cristiano Ronaldo feierte den Gewinn der Champions League mit einem Ständchen. Foto: Gtres

Real Madrids Superstar Cristiano Ronaldo feierte den Gewinn der Champions League mit einem Ständchen. Foto: Gtres

Madrid (dpa) - Nach seinen Andeutungen über einen möglichen Weggang von Real Madrid hat Weltfußballer Cristiano Ronaldo die Zuneigung der Mehrheit der Fans zu spüren bekommen.

In einer Umfrage der Madrider Sportzeitung «Marca» sprachen sich 63 Prozent dafür aus, dass der Club im Anschluss an den Champions-League-Triumph Anstrengungen unternimmt, um den 33 Jahre alten Stürmer zu halten. Nach spanischen Medienberichten will der Portugiese eine Anhebung seiner Bezüge erreichen, um mindestens ebenso viel wie sein Erzrivale Lionel Messi vom FC Barcelona zu verdienen. Laut Madrider Medien erhält CR7 rund 23 Millionen Euro pro Jahr und damit deutlich weniger als der Argentnier Messi.

Bei der Feier des 13. Champions-League-Titels der Königlichen hatten die Real-Fans am Sonntag auf dem Madrider Platz Puerta del Sol vor dem Sitz der Regionalregierung, danach am Cibeles-Brunnen und auch kurz vor Mitternacht im Santiago Bernabéu immer wieder «Cristiano bleib, Cristiano bleib!» skandiert. Am Brunnen, wo Kapitän Sergio Ramos der Statue der Königin Cibeles einen Club-Schal um den Hals legte, setzte Ronaldo das Verwirrspiel fort. «Wir sehen uns nächstes Jahr hier wieder», rief er den Fans zu.

Mit der Aussage «Es war sehr schön, bei Real Madrid zu spielen» hatte Ronaldo zuvor am Samstag unmittelbar nach dem 3:1-Erfolg gegen den FC Liverpool einen kleinen Orkan ausgelöst. Er wolle «sprechen». «Und wenn ich spreche, habe ich wichtige Dinge zu sagen. Ich kann nichts garantieren», so der Angreifer. «Marca» schrieb treffend: «Die 13 ist eine Bombe». Clubpräsident Florentino Pérez sagte dazu: «Cristiano hat einen Vertrag, ich möchte nicht über irgendeinen Spieler spekulieren.»

Die Fans zeigten Verständnis, aber die meisten Medien gingen mit dem Profi, der sich nicht zum ersten Mal mit versteckten Drohungen präsentiert, hart ins Gericht. Vor allem die in Barcelona erscheinenden Fachblättern. «Sport» warf Ronaldo am Montag auf der Titelseite «Erpressung» vor, «Mundo Deportivo» sprach von einer «Krise». Die meisten Real-Profis hätten das Diva-Verhalten des Kollegen satt. Aber auch das in Madrid erscheinende «Marca» schrieb: «Ronaldo will einfach wieder nur mehr Geld.»

Der Spieler hat nun ein paar Tage frei, bevor er sich dem Nationalteam Portugals anschließt, das in der Vorrunde der WM in Russland unter anderem auf Spanien treffen wird. Er tauchte zunächst unter, hüllte sich in Schweigen. Schon in den nächsten Tagen solle aber ein klärendes Gespräch mit Clubboss Pérez stattfinden. Dabei wolle der Torjäger unter anderem mit einem Wechsel zum europäischen Konkurrenten Paris Saint-Germain drohen, hieß es. Die in seinem bis Juni 2021 laufenden Vertrag festgeschriebene Ablösesumme werden aber auch die Ölscheichs aus Katar kaum zahlen wollen: Sie beträgt eine Milliarde Euro.

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