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Reals Supersturm in der «Hölle» von Neapel unter Druck

Der SSC Neapel hofft auf eine lautstarke Kulisse. Foto: Cesare Abbate

Der SSC Neapel hofft auf eine lautstarke Kulisse. Foto: Cesare Abbate

Neapels Bürgermeister versucht, seinen Anteil zur erhofften Sensation beizutragen und die Gäste um Weltmeister Toni Kroos zu verunsichern.

«Natürlich» müsse Real Madrid beim Champions-League-Achtelfinal-Rückspiel am Dienstag beim SSC mit einer «Höllenkulisse» rechnen, sagte Luigi de Magistris der spanischen Sportzeitung «AS». Dabei steht der Titelverteidiger trotz des 3:1-Polsters vom Hinspiel wegen zuletzt eher schwacher Leitungen ohnehin unter großem Druck.

Das gilt vor allem für den «BBC»-Sturm. In Onlineumfragen von «AS» und der Konkurrenzzeitung «Marca» - beide so etwas wie Hausblätter von Real - sprachen sich insgesamt mehr als 70 Prozent von 35 000 Fans gegen eine gleichzeitige Aufstellung von Karim Benzema, Gareth Bale und Cristiano Ronaldo im Stadio San Paolo. «BBC? Nein, danke!», heißt es bei den Fans - und diese Ablehnung hat Gründe.

Weltfußballer Ronaldo trifft mit 32 Jahren immer seltener. In der Königsklasse hat er diese Saison mit nur zwei Toren acht Treffer weniger auf dem Konto als Erzrivale Lionel Messi vom FC Barcelona. In der Liga steht das Duell 18:23 gegen den Portugiesen. Bale ließ sich derweil nach langer Verletzungspause jüngst beim mageren 3:3 im Liga-Duell daheim gegen UD Las Palmas, das Real nach vielen Runden ganz oben die Tabellenführung kostete, leichtsinnig vom Platz stellen. Und Benzema wird vorgeworfen, dass er sich nach einer guten Leistung stets eine Pause von mehreren Spielen gönnt.

Allen drei Stürmern, die insgesamt rund 230 Millionen Euro gekostet haben und als «Lieblinge» von Clubboss Florentino Pérez gelten, wird auch vorgeworfen, dass sie nach hinten wenig Arbeit leisten. Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Mit «BBC» gewinnt man 69 Prozent aller Spiele, wenn mindestens einer der drei fehlt, erhöht sich die Quote auf gut 76 Prozent. Laut einigen Medien gab es deshalb zulelzt auch internen Spieler-Zoff. «AS» goss am Montag noch mehr Öl ins Feuer: Die jungen spanischen Kräfte um Nacho, Asensio und Lucas Vázquez «enttäuschen nur selten», hieß es.

Bei der Generalprobe am Samstag beim SD Eibar gab es beim 4:1 erstmals nach langer Zeit zwar wieder eine sehr gute Leistung des Teams von Trainer Zinedine Zidane - aber ohne den geschonten Ronaldo und den gesperrten Bale. Benzema erwischte mit zwei Toren einen guten Tag. «Neapel ist ein sehr starker Gegner. Wir müssen unseren Fußball spielen, um weiterzukommen», sagte der Franzose.

Neapel sieht unterdessen nach mehreren Niederlagen wieder ein wenig Licht am Horizont: Gegen den AS Rom gewannen die Süditaliener in der Serie A mit 2:1 - und näherten sich dem Ligazweiten aus der Hauptstadt an. Dementsprechend war die Stimmung hoffnungsvoll. Die Zeitung «Gazzetta dello Sport» kommentierte, der Jubel nach dem Rom-Sieg sei nur ein «Antipasto» im Vergleich zum erwarteten Aufmarsch der Fans am Dienstag. 

Dem «ForzaNapoli»-Aufruf in den sozialen Netzwerken schloss sich auch Club-Legende Diego Maradona an. Neapel-Kapitän Marek Hamsik erwartet einen «Schrei der Champions». Die Stadt rüstet sich für das Superspiel. Die Lokalzeitung «Il Mattino» berichtete von 700 Sicherheitskräften, die schon am Montag im Einsatz sein sollten. Wegen eines Medienboykotts, den Neapel nach der Hinspiel-Pleite ausgerufen hatte, waren Kommentare über das Spiel aber spärlich.

Die Real-Stars waren am Montag zwar noch gar nicht angereist, aber als Krippenfiguren liefen sie sich schon mal warm: In der berühmten Krippenstraße der Stadt (Neapel ist bekannt für ihre Krippentradition, die nicht nur an Weihnachten das Bild der Stadt prägen) standen sich Ronaldo und Neapels Stürmer Lorenzo Insigne schon gegenüber. «Wir hoffen, dass unser «Feind» nicht so gut in Form ist», sagte Krippenbauer Marco Ferrigno über Ronaldo.

© WhatsBroadcast
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