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Wegweisendes Champions-League-Spiel für Tuchels Paris

Thomas Tuchel ist vor dem wegweisenden Champions-League-Spiel konzentriert. Foto: Dave Thompson/AP

Thomas Tuchel ist vor dem wegweisenden Champions-League-Spiel konzentriert. Foto: Dave Thompson/AP

Paris (dpa) - Roter Stern Belgrad ist sicher kein Angstgegner für Thomas Tuchel und seinen Weltklasse-Kader von Paris Saint-Germain.

Doch das Champions-League-Heimspiel gegen das Team aus Serbien an diesem Mittwoch (18.55 Uhr) wird trotzdem kein leichtes - denn nach der Auftakt-Niederlage gegen Liverpool steht PSG in der Königsklasse bereits unter Druck.

«Ein sehr bekannter Sportsmann hat gesagt: Die Niederlage ist unterbewertet, weil man so viel daraus lernen kann», sagte Tuchel am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Das verlorene Spiel sei für Paris hart gewesen, sei aber eben nur die erste Partie in der Gruppenphase. «Danach haben wir eine sehr, sehr gute und eindrucksvolle Antwort bewiesen.» Die Pariser empfangen Belgrad im heimischen Prinzenpark-Stadion, die Gäste durften wegen einer UEFA-Strafe keine Tickets an seine Fans verkaufen.

Dass es dem Top-Team aus dem Land des Fußball-Weltmeisters vor allem auf die Champions League ankommt, ist allen klar. Gerade erst sagte der argentinische PSG-Spieler Ángel Di Maria dem Sender TF1, er glaube, dass Tuchel nach Paris gekommen ist, um die Champions League zu gewinnen.

Abgesehen von der 2:3-Auswärtsniederlage gegen Liverpool mit seinem deutschen Trainer-Konkurrenten Jürgen Klopp hat Tuchel in Paris einen ziemlichen Traumstart hingelegt. Am Wochenende hat PSG den achten Ligasieg im achten Spiel eingefahren - und zog so mit einem 82 Jahre alten Rekord von Olympique Lyon gleich.

Der frühere Trainer von Borussia Dortmund hat bereits vier verschiedene Systeme ausprobiert und insgesamt 25 Spieler eingesetzt, wie die Zeitung «Le Parisien» Anfang der Woche auflistete. Er gibt jungen PSG-Eigengewächsen Spielzeit und punktet mit einem offenen, lockeren Auftreten.

«Man ist weit weg von diesem auf der anderen Seite des Rheins gezeichneten Porträt eines autoritären oder sogar militärischen Trainers», bilanzierte die Zeitung «L'Équipe» vergangene Woche. Der Titel ihres Textes: «Tuchel - L'arme du charme» - «die Waffe des Charmes». Tuchel setzt auf ein gutes Verhältnis zu seinen Spielern, um sie auf Kurs zu bringen. Laut dem Blatt soll er Soda-Drinks und Sandwichs nach dem Training verboten haben - statt ständiger Kontrollen der Regel setze er aber auf Vertrauen.

Nach dem Dämpfer gegen Liverpool hatte Tuchel denn auch herausgestellt, dass er in Paris erst am Anfang steht. Stattdessen hob er positiv hervor, dass sein Team sich nach einem 0:2-Rückstand nochmal aufgebäumt hatte. Er drängt darauf, dass seine Spieler schneller rangehen, wenn der Gegner den Ball hat. Mit der geistigen Verfassung beim jüngsten 3:0-Ligasieg gegen Nizza sei er sehr zufrieden gewesen.

«Wir fangen an, sehr gut als Team zu spielen, unser Spiel aufzuzwingen», sagte der brasilianische Superstar Neymar nach der Partie gegen Nizza. Am Mittwoch müssen die Pariser diese Einstellung auch in der Königsklasse zeigen.

© WhatsBroadcast
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