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Bayern nach 6:0 gegen Paderborn im Pokal-Halbfinale

Die Spieler des FC Bayern feiern einen Treffer gegen den SC Paderborn. Die Partie beenden die Münchner mit 6:0-Sieg. Foto: Friso Gentsch

Die Spieler des FC Bayern feiern einen Treffer gegen den SC Paderborn. Die Partie beenden die Münchner mit 6:0-Sieg. Foto: Friso Gentsch

Paderborn (dpa) - Nach der nächsten Demonstration der Stärke hatte Jupp Heynckes nichts zu meckern. «Wir haben ein sehr gutes Ergebnis erzielt und wunderschöne Tore», sagte der Coach des FC Bayern München, nachdem sein Team das Pokalmärchen des SC Paderborn beendet hatte.

Mühelos zog das Heynckes-Team durch ein 6:0 (3:0) beim Drittligisten aus Ostwestfalen zum neunten Mal in Folge ins Halbfinale des DFB-Pokals ein. «Vor allem haben wir die Bodenverhältnisse angenommen und auch auf dem schweren Geläuf gut kombiniert», analysierte Heynckes am Dienstagabend.

Durch den souveränen Erfolg beim Drittliga-Tabellenführer kam der wieder einmal enteilte Fußball-Bundesliga-Spitzenreiter seinem Traum vom Triple im Schongang einen weiteren Schritt näher. Dabei blieb der FC Bayern im Pokal zum 25. Mal in Folge auswärts ungeschlagen und zum achten Mal hintereinander in einem Viertelfinale ohne Gegentor.

Kingsley Coman (19. Minute), Robert Lewandowski nach Vorlage von Coman (25.) und Joshua Kimmich (42.) sorgten schon vor der Pause für klare Verhältnisse. Corentin Tolisso (55.) und Arjen Robben (86./89.) legten im zweiten Durchgang nach.

Vor allem begeisterte den 72 Jahre alten Heynckes das dritte Tor durch Kimmich, das Innenverteidiger Hummels mit einem feinen Zuspiel vorbereitet hatte. «Das war ein wunderschöner Pass in die Tiefe», sagte der Trainer. «Das freut mich für die Beiden.»

Der Torschütze lobte anschließend den Gegner. «Sie haben brutal mutig gespielt. Ein riesen Kompliment an Paderborn!», sagte Kimmich beim TV-Sender Sky. SC-Trainer Steffen Baumgart erfreute die Partie aber nicht: «Mit 6:0 kann man nicht zufrieden sein», sagte der Ex-Profi. Sein Team habe zu viele Chancen zugelassen. «Der Gegner ist einfach zu groß für uns gewesen. Das muss man akzeptieren.» 

Paderborn, das zuvor die Zweitligisten St. Pauli, Bochum und Ingolstadt ausgeschaltet hatte, verlor gegen die Bayern nun alle vier Pflichtspiele bei deprimierenden 1:21 Toren. Etwas Glück hatte der haushohe Favorit in der 8. Minute, als Lukas Boeder für den bis dahin erfrischend mutigen Außenseiter traf. Schiedsrichter Markus Schmidt pfiff aber Abseits und der erstmals im DFB-Pokal eingesetzte Video-Assistent griff nicht ein.

Wie von Trainer Baumgart gefordert, begann der Drittligist ohne Angst. Paderborn setzte nicht nur auf Konter und griff den Rekordmeister früh an. Dank der frechen Spielweise der Gastgeber boten sich den Bayern, die sofort spielfreudig und zielstrebig auftraten, früh Räume, welche sie schnell nutzen konnten. Spätestens war die Partie durch Kimmichs Tor entschieden.

Der Rekordmeister nahm die Aufgabe offensichtlich sehr ernst. Heynckes hatte alles andere als eine B-Auswahl aufgestellt. Doch für das Spitzenteam gab es trotz perfektem Spielverlauf einen Wermutstropfen. Kurz vor dem 1:0 zog sich Nationalspieler Müller eine Oberschenkelprellung zu, wegen der ihn Heynckes für Tolisso auswechseln musste (32.). Der Bayern Coach sagte nach der Partie, dass er auf einen Einsatz Müllers am Wochenende im Ligaspiel gegen Schalke hoffe.

Paderborn, bei dem vor allem Offensivspieler Marlon Ritter überzeugte, blieb trotz des schnellen Rückstandes bemüht, sorgte mehrfach für Gefahr und hatte Pech, als Ben Zolinski nur den Pfosten traf. Gegen die konzentrierten Bayern verlor der große Außenseiter letztlich verdient, mit etwas Glück wäre aber ein Ehrentreffer möglich gewesen. «Das war unsere Abenteuer DFB-Pokal», sagte Paderborns Christian Strohdiek. «Wir haben immer erwähnt, dass die Liga für uns Priorität hat. Da geht es am Freitag weiter.»

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