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Darauf muss man achten beim Großen Preis von Monaco

Sebastian Vettel peilt in Monaco seinen 50. Karrieresieg an. Foto: Luca Bruno/AP

Sebastian Vettel peilt in Monaco seinen 50. Karrieresieg an. Foto: Luca Bruno/AP

Monte Carlo (dpa) - Willkommen zum Formel-1-Spektakel von Monaco! Für Sebastian Vettel & Co. wird es heute (15.10 Uhr/RTL) nun so richtig ernst. Auf der riskantesten Stadtrundfahrt der Welt peilt der deutsche Ferrari-Star seinen 50. Karrieresieg an.

Die besten Chancen auf den Triumph beim Klassiker im Fürstentum hat aber Daniel Ricciardo. Fast schon mühelos dominierte der Red-Bull-Pilot bislang auf dem Adrenalinkurs, wo das Überholen fast unmöglich ist.

BULLE GANZ VORNE: Daniel Ricciardo hatte natürlich allerbeste Laune. Der Red-Bull-Pilot war in jeder Einheit der schnellste Fahrer und konnte nach seiner zweiten Karriere-Pole hochzufrieden sein. «Ich liebe diesen Ort. 70 Sekunden machen hier einfach eine Menge Spaß», sagte der Australier, dessen Vertrag Ende dieses Jahres ausläuft, mit Blick auf seine schnellste Runde. Die Chancen auf seinen siebten Karrieresieg stehen nicht schlecht und würden ihn für andere Teams wie Mercedes oder Ferrari nochmals attraktiver machen.

BULLE GANZ HINTEN: Die Laune von Ricciardos Teamkollege Max Verstappen war dagegen im Keller. Nach einem Crash und einer Strafe wegen eines regelwidrigen Getriebewechsels muss er von ganz hinten starten. «Niemand wird frustrierter sein als er», meinte Teamchef Christian Horner über den Niederländer, der zuvor schnelle Zeiten hingelegt hatte. «Es hätte keine brutalere Lektion für ihn geben können. Er muss aber daraus lernen und mit diesen Fehlern auch mal aufhören.» Für Red Bull kann es im 250. Grand Prix des Rennstalls aber immer noch eine Riesenparty werden.

ROTER VERFOLGER: Sebastian Vettel ist in Lauerposition. Hinter Daniel Ricciardo geht der deutsche Ferrari-Pilot ins Rennen und hofft auf eine Wiederholung seines Sieges aus dem Vorjahr. Dafür müsste der Red-Bull-Mann aber einen schlechten Start am Sonntag erwischen, damit Vettel sofort vorbeiziehen kann. «Ansonsten wird es eng», sagte der Hesse. Zum Rundenende hin würde seinem Ferrari «ein bisschen Speed» fehlen, räumte er ein, «bei uns werden vielleicht die Reifen etwas heißer als bei den anderen.» Dennoch geht der WM-Zweite Vettel von einem Grand Prix mit nur einem Stopp aus.

SILBERNER VERFOLGER: Lewis Hamilton war unzufrieden. Wortkarg kommentierte der Mercedes-Pilot seinen dritten Platz. Die letzten zwei Grand Prix in diesem Jahr konnte er zwar gewinnen und in der WM-Wertung hat er 17 Punkte Vorsprung auf Sebastian Vettel - doch die Sorgen standen ihm fast ins Gesicht geschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr, als er nur als 13. ins Rennen ging, ist Startplatz drei nun aber eine verheißungsvolle Ausgangslage. «Ich werde versuchen, die Plätze mit ihnen zu tauschen», meinte Hamilton über die beiden Piloten vor ihm. «Auf dieser Strecke ist nichts unmöglich.»

SPEKTAKEL: Schauen, staunen, wundern - diese 3,337 Kilometer durch das Fürstentum sind immer noch der Hingucker in der Formel 1. Keine andere Strecke ist wegen der naheliegenden Mauern so gefährlich, keine andere Strecke erfordert mehr Millimeterarbeit von seinen Fahrern. Außerdem ist die Kulisse sehenswert mit den sündhaft teuren Jachten im Hafen, dem Casino und den - mal mehr, mal weniger - sehenswerten Promis. Monaco ist zur Formel-1-Zeit stets im Ausnahmezustand.

BOXENSTOPPS: In den vergangenen drei Jahren entschieden Fehler in der Garage die Rennen. 2015 bekam Lewis Hamilton einen überflüssigen Reifenwechsel, Mercedes-Stallrivale Nico Rosberg gewann. 2016 pennte die Red-Bull-Crew bei einem Boxenstopp von Daniel Ricciardo, Hamilton profitierte davon. 2017 wurde Kimi Räikkönen durch einen vorgezogenen Reifenwechsel benachteiligt, Teamkollege Sebastian Vettel siegte. Und wie geht es diesmal aus?

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