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Formel-1-Rennställe wollen Regelreform verschieben

Die Formel 1 pant eine Regelreform, die nun verschoben werden soll. Foto: Joan Monfort/AP/dpa

Die Formel 1 pant eine Regelreform, die nun verschoben werden soll. Foto: Joan Monfort/AP/dpa

Berlin (dpa) - Auf Drängen der Teams verschiebt die Formel 1 die für 2021 geplante Regel-Revolution um ein Jahr. Wegen der Folgen der Coronavirus-Pandemie sei dies ein einstimmiger Beschluss aller Entscheider in der Rennserie, teilte der Weltverband Fia mit.

Für das kommende Jahr sollten sich die Autos in der Rennserie eigentlich massiv verändern, um für mehr Chancengleichheit und spannendere Rennen zu sorgen. «Wegen der aktuell brisanten finanziellen Lage wurde beschlossen, dass die Teams ihre Chassis von 2020 auch für 2021 einsetzen werden», hieß es nun.

Unter dem verschobenen Regelwerk sollen die Boliden schwerer und etwas langsamer werden, auch die Aerodynamik wird verändert. Auf diese Weise wollen die Regelhüter der Formel 1 für mehr Überholvorgänge sorgen. Die Entwicklung der neuen Autos hätte bei allen Teams aber schon in diesem Jahr mit Nachdruck vorangetrieben werden müssen. Wegen der enormen Konsequenzen der Corona-Krise sehen sich viele Rennställe vor allem wirtschaftlich dazu kaum in der Lage, wenn sie gleichzeitig den laufenden PS-Betrieb sichern sollen.

Ob neben dem Chassis auch weitere zentrale Bauelemente der Autos für die nächste Saison eingefroren werden, soll noch beraten werden.

Dagegen wird die lange umstrittene Budgetgrenze von 175 Millionen US-Dollar (157 Millionen Euro) pro Saison wie geplant im kommenden Jahr greifen. Damit ist auch die Sorge kleinerer Rennställe gemildert, dass die Top-Teams Mercedes, Ferrari und Red Bull schon dieses Jahr ohne Kostenlimit massiv in die Entwicklung der neuen Autos investieren und so im nächsten Jahr wieder einen großen Vorteil auf der Strecke haben.

Mitteilung der Fia

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