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Hockenheim warnt Formel-1-Macher: «Sport kann ausbluten»

2018 siegte Lewis Hamilton auf der Traditionsstrecke in Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow

2018 siegte Lewis Hamilton auf der Traditionsstrecke in Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow

Hockenheim (dpa) - Die Betreiber des Hockenheimrings haben angesichts ihrer begrenzten Finanzkraft nur sehr gedämpfte Hoffnungen auf ein Formel-1-Rennen im kommenden Jahr.

«Wenn allein die Gebühr entscheidet, sieht es relativ schlecht aus für uns», sagte der Ring-Geschäftsführer Georg Seiler dem «Sport am Wochenende» der «Süddeutschen Zeitung».

Die badische Rennstrecke bemüht sich derzeit in Verhandlungen mit Rechte-Inhaber Liberty Media um einen neuen Vertrag für den Großen Preis von Deutschland. «Aber eigentlich haben wir nur eine Chance, wenn ein anderer Grand Prix ausfällt und der Deutschland Grand Prix explizit gewünscht wird von Liberty», sagte Seiler.

Schon für diese Saison erzielte Hockenheim erst spät eine Einigung mit den Formel-1-Machern und war dabei auf Hilfe des neuen Titelsponsors Mercedes angewiesen. Die Ring-Betreiber hatten immer wieder die mangelnde Unterstützung von Bund und Land für die Formel-1-Gastspiele beklagt.

Zudem mahnte Seiler auch einen Bonus für Rennen mit langer Historie an. «Ich würde mir lediglich wünschen, dass wir als Traditionsstrecke eine andere oder eine besondere Rolle einnehmen. Dieser Sport kann ausbluten, wenn es weniger bis gar keine Traditionsstrecken mehr gibt. Nur vor leeren Rängen zu fahren in Ländern, die keinerlei Motorsporttradition haben, das kann nicht das Ziel der Besitzer dieser Serie sein», sagte der 67-Jährige.

Formel 1 in Hockenheim

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