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Party light: Wolfsburgs Frauen und die Triple-Chance

Die Frauen vom VfL Wolfsburg durften sich über den vierten Meistertitel in Serie freuen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Die Frauen vom VfL Wolfsburg durften sich über den vierten Meistertitel in Serie freuen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Wolfsburg (dpa) - Auf die große Partynacht mussten die Wolfsburger Fußballerinnen nach dem vierten Meistertitel in Serie verzichten.

Ausnahmsweise hatte das aber nicht nur etwas mit den Vorschriften im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu tun, sondern auch mit dem sportlichen Ehrgeiz von Alexandra Popp, Pernille Harder & Co: Die Meisterschaft soll für die Seriensiegerinnen in dieser so außergewöhnlichen Saison der erste Schritt zum Double und auf lange Sicht sogar zu einem möglichen Triple sein.

Nachdem das Team den ersten von drei möglichen Titeln mit einer Humba auf dem Rasen gefeiert und anschließend im kleinen Kreis noch auf den Erfolg angestoßen hatte, richtete sich der Blick schon wieder nach vorne. «Wir hoffen, dass nach der Saison, wenn dann alles vorbei ist mit dem Pokalfinale - was wir hoffentlich auch gewinnen - die Möglichkeit besteht, noch mal einen schönen Abschluss zu feiern», sagte Nationalmannschafts-Spielführerin Alexandra Popp. Am 4. Juli trifft der VfL im Endspiel um den DFB-Pokal in Köln auf die SGS Essen und kann seine nationale Vormachtstellung weiter ausbauen.

Im Pokal ist die Serie des VfL sogar noch länger als in der Meisterschaft: Fünfmal gewannen die Wölfinnen den Cup zuletzt nacheinander. Und: Die Wolfsburgerinnen scheinen der Konkurrenz in Deutschland immer mehr zu enteilen.

«Die Schere zwischen den Topclubs und den Vereinen im Mittelfeld und im unteren Tabellenbereich ist noch mal deutlich weiter auseinandergegangen», sagte der Sportliche Leiter Ralf Kellermann. Die Niedersächsinnen haben in dieser Bundesligasaison noch kein Spiel verloren. Gewinnen sie auch die letzten beiden Partien beim FC Bayern München und gegen Bayer Leverkusen, würden sie einen Punkterekord in der eingleisigen Bundesliga aufstellen.

«Wir haben uns immer weiterentwickelt und unseren Kader immer weiter aufrüsten können, ihn geschickt zusammengestellt», sagte Kellermann. Auch für die kommende Saison hat sich der VfL bereits verstärkt: In Nationalspielerin Lena Oberdorf wechselt das wohl größte deutsche Talent im Frauenfußball zum VfL. Zudem kommt Pauline Bremer von Manchester City.

Am Rande des Meisterjubels freuten sich die Wolfsburgerinnen am Mittwoch auch über die UEFA-Entscheidung, die Champions League mit einem Finalturnier im spanischen Baskenland zu Ende spielen zu wollen. «Das sind nur vier Siege und dann hätten wir ein mögliches Triple», rechnet Cheftrainer Stephan Lerch mit Bezug auf das DFB-Pokal-Endspiel und die drei Partien auf dem Weg zum denkbaren Königsklassen-Titel vor. Der 35-Jährige sagte angesichts des Turnierzeitraums vom 21. bis zum 30. August aber auch: «Das ist alles noch in weiter Ferne.»

Aktuelle Wolfsburger Spielerinnen, die den Club nach der Saison verlassen, sind dann schon nicht mehr dabei, was Lerch «sehr traurig» findet. Bei der von Alexandra Popp anvisierten Abschluss-Party nach dem Pokalfinale könnten sie dagegen noch mitfeiern.

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