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Bremer Rekordtransfer: Klaassen kommt und trifft sofort

Werder-Neuzugang Davy Klaassen zwischen Trainer Florian Kohfeldt (l) und Manager Frank Baumann. Foto: Carmen Jaspersen

Werder-Neuzugang Davy Klaassen zwischen Trainer Florian Kohfeldt (l) und Manager Frank Baumann. Foto: Carmen Jaspersen

Bremen (dpa) - Werder Bremen hat ein Zeichen an die Bundesliga-Konkurrenz gesendet. 

Mit der Verpflichtung des niederländischen Fußball-Nationalspielers Davy Klaassen am Freitag haben die Hanseaten nicht nur für den teuersten Transfer der Vereinsgeschichte gesorgt, sondern auch die Zurückhaltung auf dem Transfermarkt endgültig abgelegt. Nach Medienberichten unterschrieb der Mittelfeldspieler einen Vertrag bis 2022, Werder überweist rund 15 Millionen Euro an den englischen Premier-League-Club FC Everton.

«Ich möchte mich bei meinen Kollegen und beim Aufsichtsrat bedanken, weil wir einen Spieler in einer Größenordnung verpflichten konnten, wie es noch nie hier der Fall war», sagte Bremens Sportchef Frank Baumann bei der Vorstellung des neuen Hoffnungsträgers am Freitag. «Es ist eine finanzielle Herausforderung, aber sehr vernünftig geregelt.» Nach Jahren mit Abstiegskampf und Schnäppchenjagd auf dem Transfermarkt will Werder wieder an erfolgreiche Zeiten anknüpfen.

In seinem ersten Einsatz für Werder wusste Klaassen auch gleich als Siegtorschütze zu überzeugen. Beim 1:0 (1:0)-Testspiel-Erfolg beim Zweitligisten Arminia Bielefeld erzielte der Niederländer in der 39. Minute den einzigen Treffer. Nach einer Kombination über Max Kruse und Martin Harnik sorgte der Mittelfeldspieler für die Entscheidung. Klaassen stand 62 Minuten lang auf dem Platz.

Bislang galt Marko Marin im Sommer 2009 mit 8,2 Millionen Euro als teuerster Zugang. Damals spielte Werder allerdings regelmäßig in der Champions League. «Wir haben immer gesagt, dass wir, wenn das Paket passt, auch mutig sind. Diese Überzeugung haben wir, deshalb war die Unterstützung in allen Gremien vorhanden», erklärte Baumann den Transfercoup. «Wir hatten bereits Kontakt im März, aber haben nie geglaubt, dass ein direkter Kauf möglich sei.»

Doch nach dem Abgang von Thomas Delaney, der für rund 20 Millionen Euro zu Borussia Dortmund ging, hatten die Bremer Geld zur Verfügung. Am Ende waren es die Überredungskünste von Trainer Florian Kohfeldt, die den Wechsel perfekt gemacht haben. Der 35 Jahre alte Coach flog mit einer kleinen Delegation am Dienstag nach Manchester und traf sich mit dem 16-fachen Nationalspieler. «Das Wichtigste war, wie der Coach über seinen Fußball gesprochen hat», sagte Neuzugang Klaassen. «Wir haben zwei bis drei Stunden gesprochen, danach war ich überzeugt.»

Nicht funktioniert hat es beim FC Everton. Für knapp 27 Millionen Euro wechselte er im vergangenen Sommer auf Wunsch des damaligen Trainers Ronald Koeman von Ajax Amsterdam in die Premier League. Dort kam der Offensivspieler nur sieben Mal zum Einsatz, auch weil Koeman früh entlassen wurde. «Der Stil passte nicht», begründete Klaassen das Scheitern.

Werder hat mit Klaassen seinen «Wunschspieler» für das Mittelfeld, wie Trainer Kohfeldt bestätigte. «Er ist ein Fixpunkt und soll den Rhythmus in unserem Spiel bestimmen», betonte der Bremer Coach. Dazu soll Klaassen das Team führen. «Ich war Kapitän bei Ajax und bin in die Leader-Rolle hineingewachsen. Ich freue mich auf eine wichtige Rolle bei Werder.»

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