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Das Gesicht des Spieltags: Frankfurts Kevin-Prince Boateng

Setzt sich gegen Rassismus ein: Kevin-Prince Boateng. Foto: Hasan Bratic

Setzt sich gegen Rassismus ein: Kevin-Prince Boateng. Foto: Hasan Bratic

Frankfurt/Main (dpa) - Im ZDF-Sportstudio hat Fredi Bobic noch einmal erzählt, wie er den einst ziemlich übel beleumundeten Kevin-Prince Boateng im Sommer zu Eintracht Frankfurt geholt hat.

«Ich habe dem Aufsichtsrat die Spieler vorgestellt, die ich gerne holen würde», sagte der Sportvorstand der Eintracht. «Als ich die Folie mit Kevin-Prince Boateng an die Wand geworfen habe, dachten die: Ich mache einen Spaß. Das kann nicht sein.»

Neun Monate später ist jeder in Frankfurt froh, dass der 31-Jährige für die Eintracht spielt. Boateng ist Anführer und Antreiber eines Teams, das nach dem 3:0-Sieg gegen Mainz 05 weiter gute Chancen auf die Europa oder sogar Champions League hat. Zum sechsten Mal brachte er die Eintracht mit einem Tor in Führung. In den Spielen, in denen er seine bislang sechs Saisontore schoss, holte die SGE 16 Punkte.

Boatengs Engagement gegen Rassismus machte ihn sogar zum Gesicht des gesamten Spieltags. Die Deutsche Fußball Liga stellte alle Partien der 1. und 2. Bundesliga unter das Motto «Strich durch Vorurteile». In den entsprechenden Fernsehspots war immer Boateng zu sehen.

«Er ist kein Problem- oder Pflegefall, sondern eine absolute Persönlichkeit», sagte Bobic. Und Boateng selbst meinte: «Wenn wir am Ende immer noch so weit oben stehen, sind wir alle glücklich.»

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