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Der Mann der Rekorde: Claudio Pizarro wird 40

Werder-Profi Claudio Pizarro feiert seinen 40. Geburtstag. Foto: Carmen Jaspersen

Werder-Profi Claudio Pizarro feiert seinen 40. Geburtstag. Foto: Carmen Jaspersen

Bremen (dpa) - Als Claudio Pizarro im vorigen Jahrhundert zum ersten Mal in der Fußball-Bundesliga auflief, hießen seine Mitspieler noch Dieter Eilts, Marco Bode und Julio Cesar. Drei seiner aktuellen Teamkollegen bei Werder Bremen waren an jenem 28. August 1999 noch gar nicht geboren.

An diesem Mittwoch wird Pizarro 40 Jahre alt. Und an eine große Party ist allein schon deshalb nicht zu denken, weil der Stürmer aus Peru noch immer in der Bundesliga spielt.

Am vergangenen Samstag kam er zu seinem 450. Einsatz. Schon zwei Tage nach seinem Geburtstag geht es mit einem Bremer Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg weiter (Freitag, 20.30 Uhr). Der Mann, der mit 20 Jahren aus seiner Heimat Peru nach Deutschland kam, weil ihn der damalige Werder-Präsident Jürgen L. Born und der damalige Werder-Manager Klaus Allofs durch ein Loch im Zaun des Stadions von Alianza Lima heimlich beim Training beobachtet hatten, ist in der Bundesliga längst ein Mann der Rekorde.

Er ist der älteste aktive Spieler der Liga. Er hat auch von allen aktuellen Bundesliga-Profis die meisten Spiele bestritten (450) und - noch vor Robert Lewandowski oder Mario Gomez - die meisten Tore erzielt (192). Der ausländische Spieler mit den meisten Bundesliga-Einsätzen und -Toren in der Historie dieser Spielklasse ist er natürlich auch.

«Was Claudio leistet, ist außergewöhnlich. Vor ihm kann ich nur den Hut ziehen», sagte der frühere Werder-Profi Klaus Fichtel der «Bild»-Zeitung. Der heute 73-Jährige ist einer der Wenigen, der Pizarro noch eine Bestmarke voraus hat.

Fichtel spielte noch im Alter von 43 Jahren in der Bundesliga. Diesen Altersrekord aus dem Jahr 1988 hält er schon seit mehr als 30 Jahren. Nicht einmal Pizarro traut er zu, seine Bestmarke noch zu knacken. «Die Belastung ist heute viel höher. Als Torwart mag das möglich sein, aber als Stürmer ist es fast unmöglich», sagte Fichtel.

Pizarro wird das verschmerzen. Er hat ja sonst schon alles erreicht. Mit Bayern München gewann er sechs deutsche Meisterschaften, die Champions League und den Weltpokal. Er spielte für den FC Chelsea, für den 1. FC Köln - und wurde in diesem Sommer schon zum vierten Mal nach Bremen zurückgeholt.

Über die clubinternen Feierlichkeiten für Pizarro sagte Geschäftsführer Frank Baumann: «Die Mannschaft wird ihm ein Ständchen singen, und er muss natürlich einen ausgeben. Das ist bei uns so üblich. Ansonsten hat er einen normalen Arbeitstag und wird zum Training kommen.»

«Wenn er reinkommt, ist der Effekt auf unterschiedlichen Ebenen so stark, dass ich nicht darauf verzichten möchte», sagte Werders Trainer Florian Kohfeldt. Und Pizarro selbst? «40 ist nur eine Zahl, wie 39 oder 20», sagte er. «Ich fühle mich immer noch gut für Fußball und versuche immer noch, zu gewinnen.»

Alle Daten zu Claudio Pizarro

Spielerprofil Claudio Pizarro

Fichtel-Aussagen zu Pizarro

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