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«Der arme Schiedsrichter»: Nagelsmann schimpft

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann ärgerte sich über den Videoschiedsrichter in Köln. Foto: Sven Hoppe

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann ärgerte sich über den Videoschiedsrichter in Köln. Foto: Sven Hoppe

München (dpa) - Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann hat nach der 1:3-Niederlage gegen den FC Bayern den Einsatz des Videobeweises scharf kritisiert.

«Warum kriegen sie es nicht hin, das in Köln zu entscheiden? Der arme Schiedsrichter muss vor 77.000 Zuschauern dahin rennen und sich die Szene anschauen», kommentierte Nagelsmann am Freitagabend im TV-Sender Eurosport die Szene beim Elfmeter, der schließlich zur vorentscheidenden 2:1-Führung führte.

Gleich zum Saisonstart der Fußball-Bundesliga hatte der Videoschiedsrichter zuvor wieder für reichlich Diskussionsstoff gesorgt. Referee Bastian Dankert entschied im Eröffnungsspiel zwischen dem FC Bayern München und 1899 Hoffenheim auf Wiederholung eines Elfmeters für den Rekordmeister.

Was war passiert: 1899-Torwart Oliver Baumann parierte den ersten Versuch von Robert Lewandowski, Arjen Robben schoss den Nachschuss ins Tor. Da der Niederländer wie einige Hoffenheimer zu früh in den Strafraum gelaufen waren, entschied Dankert zurecht auf Wiederholung des Elfmeters. Den zweiten Versuch verwandelte Lewandowski zum 2:1.

Unklar blieb aber, warum sich Dankert nicht die Entstehungsszene nochmals anschaute. Franck Ribéry sprang mehr über Havard Nordtveit, als dass dieser ihn foulte. «Das war kein Elfmeter, er springt halt eine halbe Stunde vorher», schimpfte Nagelsmann und monierte, dass «bei einer entscheidenden Szene» nicht eingegriffen worden sei.

«Wenn das als Elfmeter gepfiffen wird, dann kann jeder vorher losspringen und sagen, ich kann nicht weiterlaufen. Und wer bewertet es dann? Der Videoschiedsrichter? Wo war er? Außer in den 14 Szenen danach, die keinen Mensch interessiert haben. Da war er in jedem Fall nicht anwesend», kritisierte Nagelsmann. Auch Bayern-Trainer Niko Kovac gab im ZDF zu: «Das ist schwierig. So glasklar sehe ich das jetzt auch nicht. Ich hätte ihn nicht gegeben.»

Kurz nach der Elfmeterszene ging Dankert wieder nach einem Tor zum Monitor. Den zunächst gegebenen Treffer von Thomas Müller erkannte er wegen eines Handspiels des Nationalspielers zurecht nicht an.

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