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Der ideale Anführer: Marco Reus neuer BVB-Kapitän

Trägt nun offizielle die BVB-Kapitänsbinde: Marco Reus (r). Foto: David Inderlied

Trägt nun offizielle die BVB-Kapitänsbinde: Marco Reus (r). Foto: David Inderlied

Bad Ragaz (dpa) - Für seinen Trainer ist er die «logische Wahl», für seine jüngeren Mitspieler ein Ratgeber und für die Fans ein Idol. Nun wird Marco Reus seiner Rolle als Leitfigur von Borussia Dortmund auch in offizieller Funktion gerecht.

Ohne großes Aufheben ernannte Fußball-Lehrer Lucien Favre den wohl größten Star seiner Mannschaft und gebürtigen Dortmunder zum Kapitän. «Marco hat viel Erfahrung, ist schon lange im Verein und immer ein Vorbild», kommentierte der Schweizer im Trainingslager von Bad Ragaz seine Entscheidung, die zum neuen Leitbild der Borussia passt.

Reus erwartet ein anspruchsvoller Job. Denn der Kader war zuletzt in mehrere Grüppchen aufgeteilt und in den Spielen nur selten als geschlossene Einheit aufgetreten. «Das wird eine spannende Aufgabe», sagte der Nationalspieler mit sichtlichem Stolz, «es ist eine große Ehre für mich, diesen Club auf dem Platz und auch außerhalb zu vertreten».

Nach einer schwierigen Saison mit einer wachsenden Kluft zwischen Team und Fans sind alle Beteiligten um ein anderes Auftreten bemüht. So hatte der ehemalige BVB-Profi Sebastian Kehl bei seinem ersten offiziellen Auftritt im Amt als Leiter der Lizenzspielerabteilung Anfang Juli einen «Neustart» ausgerufen und die Identifikation der Spieler mit dem Verein als «elementaren Baustein» bezeichnet.

Nicht nur für Favre, sondern auch für die Dortmunder Vereinsführung gilt Reus als idealer Anführer. Schließlich bekannte er sich schon im vergangenen Frühjahr zu seinem Heimatverein, schlug diverse lukrativere Angebote anderer Clubs aus und verlängerte seinen Vertrag bis 2023. Zudem trug Reus in bisher 16 Jahren das BVB-Trikot: von 1996 bis 2006 in der Jugend und nach Zwischenstationen in Ahlen und Mönchengladbach seit 2012 bei den Profis. «Sportlich und menschlich macht Marco den Unterschied», urteilte Kehl.

Darüber hinaus dürfte auch die besondere Beziehung von Favre zu Reus dazu beigetragen haben, dem Angreifer mehr Verantwortung zu übertragen. In der gemeinsamen, 17 Monate währenden Zeit bei Borussia Mönchengladbach gelang Reus der Sprung in die Nationalmannschaft. Aus seiner Wertschätzung für den Schweizer macht der 29-Jährige keinen Hehl: «Lucien Favre ist der beste Trainer, mit dem ich in meiner Karriere zusammengearbeitet habe - fachlich und menschlich.»

Als Kapitän tritt Reus die Nachfolge von Marcel Schmelzer an. Der Abwehrspieler hatte am Ende der vergangenen Saison nach zwei Jahren in diesem Amt seinen Rücktritt erklärt und dabei auf den vom Verein verkündeten Neustart verwiesen. «Da passt es gut, dass dieses Amt neu vergeben wird.»

Angreifer Maximilian Philipp hält Reus für eine gute Wahl: «Marco ist ein außergewöhnlicher Spieler und weiß damit umzugehen. Er kommt mit uns allen klar und kennt sich im Verein gut aus.»

Die große Erwartungshaltung, die mit seiner Ernennung zum Kapitän einhergeht, bereitet Reus keine großen Probleme. Schon bei einer Podiumsdiskussion in Dortmund zu Wochenbeginn sprach er den Vereinsbossen aus der Seele: «Wir müssen es wieder hinbekommen, das Gefühl zu entwickeln, für einen besonderen Verein zu spielen.»

Vereinsmitteilung

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