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Diskussion um 50+1: Grindel sieht Clubs in der Verantwortung

Die Fußball-Fans positionieren sich bei der Diskussion um die 50+1-Regelung. Foto: Patrick Seeger

Die Fußball-Fans positionieren sich bei der Diskussion um die 50+1-Regelung. Foto: Patrick Seeger

München (dpa) - DFB-Präsident Reinhard Grindel sieht in der Diskussion um eine mögliche Abschaffung der sogenannten 50+1-Regel zunächst die Bundesliga-Vereine in der Verantwortung und nicht den Deutschen Fußball-Bund.

«Ich finde, dass die Fans viel intensiver den Dialog mit ihrem Verein führen müssen, denn wir als DFB können mit allem leben», sagte der Verbandschef am Sonntag bei Sky. «Wenn es eine Mehrheit in den Vereinen für einen Beibehalt der jetzigen Regelung gibt, dann ist das völlig in Ordnung. Von uns wird keine Initiative in eine andere Richtung kommen.»

Bei der DFL-Mitgliederversammlung am 22. März wollen die Vertreter der 36 Profivereine darüber beraten, wie die angestoßene Diskussion über eine mögliche Abschaffung oder Modifikation der 50+1-Regel ablaufen soll. Die Regel gibt es nur im deutschen Fußball. Sie besagt, dass der Stammverein auch nach einer Ausgliederung der Profiabteilung weiter die Stimmenmehrheit in einer Kapitalgesellschaft haben muss. Dies wird von vielen Profivertretern als Nachteil im internationalen Vergleich für die deutschen Vereine gesehen.

«Wenn es eine Bewegung gibt, die sagt, wir wollen eine Modifizierung von 50+1 mit Regelungen - Stehplätze bleiben erhalten, Fankultur bleibt erhalten, die Vereinsnamen, die Vereinsfarben und vieles andere mehr -, dann werden wir uns das anschauen und darüber reden», sagte Grindel. Zum jetzigen Zeitpunkt wolle sich der DFB aber «ganz bewusst aus der Diskussion erst einmal heraushalten.»

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