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Druck auf Bayer-Coach Herrlich wächst - «Keine Diskussion»

Der Freiburger Mike Frantz (l) im Zweikampf mit Wendell. Foto: Patrick Seeger

Der Freiburger Mike Frantz (l) im Zweikampf mit Wendell. Foto: Patrick Seeger

Freiburg (dpa) - Rudi Völler stärkte seinem Trainer Heiko Herrlich trotz der schwachen Bilanz demonstrativ den Rücken. Alle Diskussionen um den 46 Jahre alten Coach wehrte der Sport-Geschäftsführer von Bayer Leverkusen nach dem mauen 0:0 beim SC Freiburg ab.

Der Druck auf Herrlich hat nach einer enttäuschenden Vorstellung vor der Länderspielpause aber zugenommen. «Natürlich gibt es bei uns überhaupt keine Diskussion. Mit anderen Trainern. Das ist ja völliger Schwachsinn», sagte Völler. «Heiko macht das gut, bleibt ruhig und holt alles aus der Mannschaft raus.»

Sieben Punkte aus sieben Spielen, Tabellenplatz 14 in der Fußball-Bundesliga - dass die Fakten den Ansprüchen der ambitionierten Leverkusener nicht genügen, ist sich aber auch Herrlich bewusst. Die Leverkusener machen aus ihren Ambitionen, sich für die Champions League zu qualifizieren, keinen Hehl.

Im Breisgau konnte sich die Werkself aus der sportlichen Krise nicht befreien, die Unruhe dürfte anwachsen. Dennoch wertete Herrlich den Punktgewinn vor 23 800 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion sogar als Erfolg und war zufrieden damit, kein Gegentor kassiert zu haben. «Wir müssen natürlich nachlegen, wir haben nach wie vor zu wenig Punkte. Darum ist die Kritik berechtigt», räumte Herrlich ein, meinte aber auch: «Der Trend geht in die richtige Richtung.»

Das erste frühe Sonntagsspiel der Spielzeit hatte für ihn enorme Bedeutung. Der bisherige Saisonverlauf mit Auf und Ab und vier Niederlagen aus den ersten sechs Bundesliga-Partien hatte den Trainer in die Kritik gebracht. Doch um den eigenen Erwartungen gerecht zu werden, fehlte den Gästen gegen abwartend agierende Freiburger Inspiration. «Wir haben unter Heiko Herrlich gezeigt, dass wir guten Fußball spielen können. Wir sind alle zusammen in einer extremen Situation. Wir müssen uns das alle ankreiden», sagte Sven Bender, dessen Zwillingsbruder mit einer verhärteten Oberschenkelverletzung ausgefallen war. «Wir kommen nicht richtig von der Stelle, aber müssen uns da jetzt Stück für Stück gemeinsam rauskämpfen.»

Drei Tage nach dem 4:2 gegen Zyperns Pokalsieger AEK Lanarka waren klare Chancen selten. In einer müden Partie leisteten sich beide Teams viele Ungenauigkeiten. Von einem geordneten Spielaufbau war wenig zu sehen. Der Distanzschuss von Hoffnungsträger Kai Havertz kurz vor der Pause (43.) sorgte noch für die größte Torgefahr für die Leverkusener, flog aber ebenso knapp vorbei wie der Versuch von Kevin Volland (27.). In der zweiten Halbzeit fehlten im Spiel nach vorn die zwingenden Aktionen.

In der Schlussphase hatte Bayer sogar Glück, nicht mit einer Niederlage abreisen zu müssen, als die Gastgeber im Angriff zulegten und der eingewechselte Freiburger Luca Waldschmidt den Pfosten traf (90.). «Das Unentschieden ist, glaube ich, korrekt», urteilte Freiburgs Trainer Christian Streich. Die Breisgauer erhöhten ihre Punkteausbeute eine Woche nach dem 1:4 beim FC Augsburg immerhin auf acht Zähler und können damit eher leben als die Gäste.

Genervt reagierte Streich aber über die anhaltende Verletzungsmisere. Der Stürmernotstand vergrößerte sich, weil Florian Niederlechner mit einer Sprunggelenksverletzung bereits in der 38. Minute ausgewechselt werden musste. «Er ist im Rasen hängen geblieben. Wie schlimm es wirklich ist, wird die Diagnostik morgen zeigen», sagte Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier bei Eurosport. Auf Nationalstürmer Nils Petersen hatte Streich wegen einer Schultereckgelenkprellung gar nicht zurückgreifen können.

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