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FC Bayern nur Remis zum Flick-Jubiläum - «Billiges Gegentor»

Bayern-Stürmerstar Robert Lewandowski (M.) muss sich gleich gegen vier Bremer durchsetzen. Foto: Lukas Barth/epa/Pool/dpa

Bayern-Stürmerstar Robert Lewandowski (M.) muss sich gleich gegen vier Bremer durchsetzen. Foto: Lukas Barth/epa/Pool/dpa

München (dpa) - Der Jubiläums-Abend gefiel Hansi Flick nicht. Statt im 50. Pflichtspiel mit dem insgesamt 46. Sieg seiner Amtszeit die Erfolgsserie auszubauen, musste der Bayern-Trainer am Ende sogar mit einem 1:1 (0:1) gegen Werder Bremen zufrieden sein.

«Wir waren nicht so im Spiel, wie wir uns das vorgestellt haben», sagte Flick. Eine Leistungssteigerung nach der Pause und ein Tor von Kingsley Coman (62. Minute) verhinderten wenigstens die erste Heimniederlage seit fast einem Jahr. «In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft alles versucht. Sie hat die Mentalität und das ist das, was mir sehr imponiert», sagte der 55-Jährige.

Im 109. Nord-Süd-Klassiker, kein Spiel gab es in der Fußball-Bundesliga so oft, glückte den Gästen dank Maximilian Eggestein (45.) nach 22 Pflichtspielniederlagen gegen den deutschen Rekordmeister wieder ein Punktgewinn - auch wenn mehr drin war. Kurios: Für Bremens war es das fünfte 1:1 nacheinander. «Jetzt habe ich den zweitlangweiligsten Rekord der Bundesliga-Geschichte - nach am längsten 0:0 gespielt», sagte Gäste-Trainer Florian Kohfeldt nach einem guten Spiel seines Teams. «Wir haben es geschafft, über 90 Minuten ans Limit zu kommen. In Summe ein hochverdienter Punkt.»

Im 400. Pflichtspiel für die Münchner konnte Kapitän Manuel Neuer wegen Eggestein nicht den Rekord vom 196. Bundesliga-Spiel ohne Gegentor schaffen. Nach dem 0:6-Debakel der Nationalmannschaft präsentierte sich der 34-Jährige als sicherer Rückhalt, beim 0:1 war er machtlos. Javi Martínez hatte sich nach einem Bremer Einwurf von Josh Sargent überrumpeln lassen, dessen Pass verwertete Eggestein. «Ein ganz, ganz billiges Gegentor», haderte Thomas Müller.

In der Schlussphase rettete Neuer mit einem starken Reflex gegen Sargent (87.), der es Eggestein nicht nachmachen konnte. «Gegen den aktuell besten Torwart der Welt ein Tor zu schießen, ist natürlich etwas Besonderes», sagte der Bremer Torschütze.

Werder präsentierte sich in der leeren Münchner Arena mutig und hatte bereits vor dem Führungstreffer gute Chancen. Neuer parierte glänzend per Fußabwehr gegen Sargent und vereitelte auch den Nachschuss von Ludwig Augustinsson; nachträglich hob der Schiedsrichter-Assistent nach dem Schuss des Schweden die Fahne wegen Abseitsstellung (16.).

Dagegen konnten die Bayern gegen diszipliniert verteidigende Bremer vor der Pause keinen Schuss aufs Tor verbuchen. Oftmals fehlte es an Präzision, Einzelaktionen brachten keinen entscheidenden Raum. «Wir haben viel investiert», sagte Neuer. «Wir hatten leider zu wenig große Tormöglichkeiten.» Zu allem Übel musste Flick früh wechseln, nachdem Weltmeister Lucas Hernández nach 19 Minuten wegen Hüftproblemen vom Platz humpelte. Wie lange er ausfällt, vermochte Flick nicht zu prognostizieren. «Wir müssen abwarten.»

Die Bayern kamen danach bei ihrer Aufholjagd immer besser zum Abschluss, aber nicht so häufig wie gewohnt. Dennoch konnte Coman über sein erstes Liga-Saisontor jubeln, als er nach einer Flanke von Leon Goretzka per Kopf traf. In der Schlussphase rettete Vorbereiter Goretzkoa gegen Sargent (83.). Die größte Chance zum Münchner Sieg vergab danach Choupo-Moting, als er aus kurzer Distanz über das Tor schoss (84.).

© dpa-infocom, dpa:201121-99-416032/4

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