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HSV verliert auch unter Titz - Schalke mit spätem Sieg

Der erste HSV-Abstieg der Bundesliga-Geschichte rückt immer näher. Foto: Daniel Reinhardt

Der erste HSV-Abstieg der Bundesliga-Geschichte rückt immer näher. Foto: Daniel Reinhardt

Hamburg (dpa) - Der Hamburger SV taumelt auch unter seinem neuen Trainer Christian Titz dem ersten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga entgegen. Gegen Hertha BSC verloren die Hanseaten nach gutem Beginn mit 1:2 (1:0). Das viel beschworene Lebenszeichen im Abstiegskampf blieb somit aus.

Mit 18 Punkten hat der HSV nach nun 14 Spielen ohne Sieg auch nach dem 27. Spieltag sieben Zähler Rückstand auf den FSV Mainz 05 auf den Relegationsrang.

Die Mainzer konnten die Lücke nach unten allerdings auch nicht vergrößern. Sie unterlagen wie schon im DFB-Pokal mit 0:3 (0:3) bei Eintracht Frankfurt. Die Hessen rückten durch den verdienten Derby-Sieg auf Platz vier und damit auf einen Champions-League-Rang vor. Kevin-Prince Boateng (6.), Luka Jovic (23.) und Ante Rebic (41.) sorgen schon in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse gegen extrem schwache Mainzer.

Werder Bremen machte durch einen 3:1 (2:0)-Erfolg beim FC Augsburg einen großen Schritt aus der Abstiegszone. Der Algerier Ishak Belfodil (5./40.) und Max Kruse (82.) erzielten die Treffer für die Hanseaten, die sich mit 33 Zählern auf Platz zwölf schoben und bereits acht Punkte Vorsprung auf Mainz haben. Augsburg, das durch Rani Khedira (63.) nur noch verkürzen konnte, liegt mit 35 Punkten auf Rang acht und konnte den Rückstand auf die Europacup-Ränge nicht verkürzen.

Borussia Mönchengladbach zeigte gegen 1899 Hoffenheim große Moral. Dreimal glich die Borussia einen Rückstand aus. Matthias Ginter sorgte mit seinem Tor in der 90. Minute für den 3:3 (1:1)-Endstand. 1899 Hoffenheim verpasste den dritten Sieg in Serie trotz der Tore von Benjamin Hübner (13.), Andrej Kramaric (58.) per Foulelfmeter und Florian Grillitsch (73.). Josip Drmic (33.) und Lars Stindl (72.) hatten die weiteren Gladbacher Tore erzielt. Auf dem erhofften Weg in den Europapokal half das Resultat beiden Teams nicht weiter.

In Hamburg war die Hoffnung auf die Wende spürbar. Und die von Titz stark verjüngte Mannschaft spielte zunächst gut auf. Torwart Julian Pollersbeck rechtfertigte das Vertrauen von Titz und parierte prächtig gegen Vladimier Darida (18.) und Vedad Ibisevic (39.). Douglas Santos (25.) sorgte mit seinem ersten Bundesliga-Tor für großen HSV-Jubel.

Zwischenzeitlich war der Rückstand auf Mainz auf vier Zähler reduziert. In der zweiten Halbzeit wendeten die Berliner aber das Blatt. Valentino Lazaro (56.) sorgte nach vier Spielen wieder für einen Hertha-Treffer. Sieben Minuten später erzielte der gerade eingewechselte Salomon Kalou (63.) das Berliner Siegtor.

Auch Wolfsburg hätte danach irgendwie für den HSV gespielt. Ein Eigentor von Robin Knoche in der 86. Minute bescherte dem FC Schalke 04 den späten 1:0 (0:0)-Sieg. Wolfsburg dagegen konnte auch in der vierten Begegnung mit dem neuen Trainer Bruno Labbadia nicht gewinnen. VfL-Kapitän Paul Verhaegh scheiterte in der 77. Minute mit einem Foulelfmeter an Gästetorhüter Ralf Fährmann. Wolfsburg liegt punktgleich nun mit Mainz auf Tabellenrang 15.

Nach dem Schalker Erfolg kann der FC Bayern am Sonntag in Leipzig seinen 28. Meisterschaft noch nicht unter Dach und Fach bringen. Schalke liegt als Tabellenzweiter vor den letzten sieben Spielen 17 Punkte hinter dem Spitzenreiter aus München.

Informationen zum Spieltag auf Bundesliga-Homepage

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