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Hannovers Trotz-Truppe: Souveräne Rettung trotz Störfeuern

Die Spieler von Hannover 96 feiern den 3:0-Sieg über Hertha. Foto: Peter Steffen

Die Spieler von Hannover 96 feiern den 3:0-Sieg über Hertha. Foto: Peter Steffen

Hannover (dpa) - Es kommt nicht alle Jahre vor, dass ein Aufsteiger in der Fußball-Bundesliga souverän und ohne Probleme die Klasse hält.

Im Fall von Hannover 96 ist die vorzeitige Rettung noch bemerkenswerter, erschwerten ständige Störfeuer um den Boykott der Fans und den wechselwilligen Manager Horst Heldt doch immer wieder die tägliche Arbeit.

«Nach dieser intensiven Saison mit vielen Nebengeräuschen suche ich nicht das Haar in der Suppe, sondern stelle die herausragende Leistung dieser Mannschaft in den Vordergrund», sagte Trainer André Breitenreiter. 39 Punkte, Rettung am vorletzten Spieltag: Hannover hatte allen Grund zu feierten.

Selbst die Ultras, die sonst konsequent die Unterstützung verweigerten, stimmten nach dem 3:1 gegen Hertha BSC und dem endgültigen Verbleib im Oberhaus mit ein. «Ich hab mich gefreut, dass wir lautstarke Unterstützung hatten», sagte Breitenreiter. Noch lauter und noch emotionaler wurde es nach Abpfiff, als sich Abwehrchef Salif Sané von 96 verabschiedete.

«Ich will Danke sagen für diese fünf Jahre. Die Mannschaft war wie eine Familie für mich», sagte der Verteidiger mit feuchten Augen. Die  Fans skandierten ab seiner Auswechslung in der Nachspielzeit minutenlang seinen Namen und verabschiedeten den Franzosen mit tosendem Applaus zu Schalke 04. «Ich hatte auch Tränen in den Augen.  Salif ist ein Riesen-Typ. Wir werden ihn sehr vermissen», sagte  Niclas Füllkrug, wie Sané und Martin Harnik Torschütze.

Angeführt von Leitwolf Sané war 96 die Trotz-Truppe der Liga. «Wir können sehr stolz auf diese Saison sein, vor allem aufgrund der ganzen Nebengeräusche - Fanboykott, Managergerüchte, Wechselgerüchte.  Es kam sehr viel zusammen dieses Jahr an», sagte Harnik. Manager Heldt flirtete im Herbst erst mit dem 1. FC Köln und im Frühling mit dem VfL  Wolfsburg. Manches Heimspiel wirkte wie ein Auswärtsspiel, weil viele Fans aus Protest gegen die Clubführung um Martin Kind gar nichts beisteuern wollten. «Wir haben diesen schwierigen Phasen auch getrotzt», weiß Breitenreiter.

Als zweiter Aufsteiger neben dem VfB Stuttgart galt 96 auch als heißer Kandidat für den direkten Wiederabstieg. All das konnten Harnik und Co. am Samstag hinter sich lassen, als sie mit ihren Kindern und T-Shirts mit der Aufschrift «Niemals allein» auf dem Rasen tollten und die pralle Sonne in der eigenen Arena genossen. «Wir sind alle glücklich und zufrieden, dass wir das selbst erledigt haben», sagte der 44 Jahre alte Trainer. «Die Jungs sollen das Gaspedal durchdrücken», forderte Breitenreiter, der dann aber doch noch ein Ziel für den 34. Spieltag ausgab. «Wir wollen dann die Nummer eins im Norden werden.» Dafür müsste man die punktgleichen Bremer noch überholen.

An dem kleinen Fußball-Fest am Samstag änderte auch der Gegentreffer von Davie Selke nichts. «Wir hatten eine riesige Spielfreude. Der  Trainer hat das richtige Händchen gehabt», meinte der starke Füllkrug, der mit seinen 13 Saisontreffern auch ein Grund dafür ist, warum Hannover nie in Gefahr geriet. Das Spieljahr hatte trotz der sportlich ordentlichen Darbietungen viel Zwist, Uneinigkeit und Missmut hervorgebracht. Doch dafür war an diesem Tag kein Platz. «Tolles Wetter, tolles Spiel, verdienter Sieg, super Stimmung. Es hat einfach alles gepasst», befand Präsident Kind.

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