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Heynckes geht mit Botschaft: «Konkurrenz muss mal powern»

Jupp Heynckes wird am Samstag zum letzten Mal bei einem Heimspiel des FC Bayern auf der Bank sitzen. Foto: Andreas Gebert

Jupp Heynckes wird am Samstag zum letzten Mal bei einem Heimspiel des FC Bayern auf der Bank sitzen. Foto: Andreas Gebert

München (dpa) - Wehmut? Nur «ein bisschen». Nein, Jupp Heynckes freut sich vor seinem Rekordspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag auf sein diesmal wirklich allerletztes Mal in der Fußball-Bundesliga und die bevorstehende Rückkehr in den unterbrochenen Trainer-Ruhestand.

«Ich werde keine Entzugserscheinungen haben - und auch keine Langeweile», sagte Heynckes zwei Tage nach seinem 73. Geburtstag.

«Ich freue mich, dass ich wieder in die Normalität des Alltags eintauchen kann. Ich finde hoffentlich in die Anonymität auf meinem Bauernhof zurück. Ich werde das Leben genießen», versicherte der Meistercoach, als er am Freitag auch ohne die Wiederholung des Titel-Triples von 2013 «sehr zufrieden» auf sein viertes Engagement beim FC Bayern zurückblickte. «Und in Berlin wollen wir noch einen Höhepunkt hinzufügen», ergänzte er mit Blick auf das Pokalfinale in einer Woche in der deutschen Hauptstadt gegen Eintracht Frankfurt.

Fast die Dauer einer Halbzeit plauderte Heynckes in seiner letzten Pressekonferenz auf dem Vereinsgelände in München. Und «Don Jupp» richtete dabei auch eine klare Botschaft an die anderen Vereine, die der Rekordmeister in dieser Saison mal wieder mit über 20 Punkten Vorsprung distanzierte. «Die Konkurrenz muss mal powern. Sie müssen mehr Mut haben, mehr Risiko eingehen, mehr Selbstbewusstsein haben. Es dürfen nicht 17 Bundesligisten sagen, Bayern wird Meister!»

Heynckes' letzte Mission in München ist erfüllt - abgesehen vom Pokalgewinn und damit dem Double. «Die letzten acht Monate waren ein Zubrot, da war mein Helfersyndrom da», scherzte er. Es war eine Zeit, die auch für ihn bis auf den immer noch schmerzenden Halbfinal-K.o. gegen Real Madrid in der Champions League eine Erfolgsgeschichte war. Aber jetzt reicht es dem 73-Jährigen auch. «Das ist ein wahnsinnig anstrengender Job, so wie ich ihn ausübe», bekannte er.

Auch an den letzten Arbeitstagen gibt es den 100-Prozent-Jupp. Gegen Stuttgart bestreitet er das 1038. Bundesligaspiel als Trainer und Spieler. Er überbietet damit als alleiniger Rekordhalter Otto Rehhagel (1037). Zudem geht es gegen das zweitbeste Rückrundenteam. «Wir wollen siegreich und im Rhythmus bleiben», sagte Heynckes, der darum das Team aufbieten wird, das auch im Pokalendspiel auflaufen könnte.

Die angeschlagenen Arjen Robben, David Alaba und Juan Bernat fehlen. Der 34-jährige Robben und Außenverteidiger Rafinha (32) werden im Gegensatz zu Heynckes ein weiteres Bayern-Jahr dranhängen. Der Rekordmeister verkündete am Freitag eine vertragliche Einigung.

Lockere Stuttgarter Partygäste bei der Münchner Meistersause erwartet Heynckes derweil nicht. «Der VfB kommt mit Ambitionen, eventuell noch einen Platz in der Europa League zu ergattern», mahnte der Trainer.

Im Mittelpunkt werden aber er und die Meisterschale stehen. Die Zeremonie in der ausverkauften Arena wird umrahmt von den typisch bayerischen Zutaten wie Blaskapelle, dem Aufmarsch der Club-Legenden von Franz Beckenbauer bis Oliver Kahn und den wilden Bierduschen. «Auf die könnte ich gerne verzichten», appellierte Heynckes an seine Spieler. Auch der sechste Meistertitel am Stück sei «ein Freudenfest».

Robert Lewandowski möchte den dritten Gewinn der Torjägerkanone mit Treffer Nummer 30 krönen. Auf dem Spielfeld könnte es im Verlaufe der Partie auch zum Duell der Nationalstürmer Sandro Wagner (Bayern) und Mario Gomez (Stuttgart) kommen, die um ein WM-Ticket kämpfen. «Den Fehler darf man als Trainer aber nicht machen, dass man auch noch alle persönlichen Ziele der Spieler berücksichtigt», sagte Heynckes.

Es ist ohnehin sein Tag. «Jupp war und ist vor allem menschlich der wunderbarste Trainer, den sich ein Verein wünschen kann», schrieb Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge in einer Würdigung im Stadionheft. München verabschiede sich von dem «vielleicht sogar allergrößten Trainer in der Geschichte des FC Bayern». Und der macht - großes Ehrenwort - diesmal wirklich endgültig Schluss. Auch sein Freund und Bayern-Präsident Uli Hoeneß werde nicht noch einmal das Helfersyndrom in ihm wecken können, schwor Heynckes: «Um Gottes Willen, nein!»

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