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Heynckes schwärmt von Streich - Ohne Ribéry nach Freiburg

Franck Ribéry wird nicht für den FC Bayern auflaufen können. Foto: Matthias Balk

Franck Ribéry wird nicht für den FC Bayern auflaufen können. Foto: Matthias Balk

München (dpa) - Rührselig wurde Jupp Heynckes nun wirklich nicht. Der Triple-Coach startete mit einem sehenswerten 5:0 im Oktober gegen den SC Freiburg in seine vierte Trainer-Mission beim FC Bayern.

Und am Sonntag (18.00 Uhr) gibt es das Wiedersehen mit den Breisgauern. Auf den vermeintlich «besonderen Wert» des Bundesligakontrahenten wollte sich Heynckes aber gar nicht groß einlassen. Man müsse den Gegner vielmehr «analysieren», empfahl der total fokussierte 72-Jährige. Und da erkenne man eine Mannschaft, die «sehr laufstark, sehr aggressiv» und mit «Begeisterung Fußball» spiele.

Also in etwa so, wie der FC Bayern nach der am Schluss unter Carlo Ancelotti bleiernen Zeit im Hinspiel aufgetreten war. 141 Tage nach Heynckes' endgültiger Rückkehr aus dem Trainerruhestand mit dem fulminanten Kantersieg ist also wieder der SC der Rivale. Das 5:0 an jenem 14. Oktober war sogar der höchste Sieg Münchens und Freiburgs höchste Niederlage in dieser Bundesligasaison.

Für dessen Trainer Christian Streich ist Heynckes voll des Lobes. «Wenn man jedes Jahr die besten Spieler abgibt und immer wieder eine Mannschaft zusammenstellt, die kompetitiv ist und den Klassenerhalt sichert, dann ist das überragend», lobte Heynckes seinen Kollegen. «Mir gefällt auch, wie er arbeitet, wie er mit seinen Jungs umgeht. Da ist viel Empathie im Spiel. Er ist ein Mann, der nicht nur sportliche Kompetenz hat, sondern auch im Zwischenmenschlichen», sagte er weiter. Streich sei ein «außergewöhnlicher Trainer».

Heynckes, der mit seinem Team bei 19 Punkten Vorsprung auf Rang zwei einer Turbomeisterschaft noch im März entgegenrasen könnte, muss seine Mannschaft umbauen. Im Vergleich zur Nullnummer gegen Hertha BSC wird neben dem schwerer verletzten Kingsley Coman (Riss des Syndesmosebandes) auch dessen Landsmann Franck Ribéry ausfallen. Der französische Dribbler hat einen Darminfekt.

James Rodríguez pausierte zuletzt wegen leichter Probleme in der Muskulatur der linken Wade mit dem Teamtraining und ist auch für den Breisgau keine Option. Der Plan bei dem kolumbianischen Offensivmann sei, dass er am Montag wieder im fußballspezifischen Training dabei ist, erläuterte Heynckes das beabsichtigte Vorgehen.

«Ich muss noch Überlegungen anstellen, wie ich das gesamte Team zusammenbaue», sagte der Bayern-Coach über eine mögliche Aufstellung. Thiago oder auch Juan Bernat könnten zum Beispiel den linken offensiven Posten übernehmen. Linksverteidiger David Alaba konnte nach kleinen Beschwerden im Kniegelenk am Freitag hingegen wieder normal trainieren.

Körperlich keine Probleme hat Stürmer Robert Lewandowski, der mit 20 Treffern die Torschützenliste souverän anführt. Der Pole ist ein wahrer Freiburg-Experte. In seinen zwölf Bundesligaspielen gegen die Breisgauer war er schon 13 Mal erfolgreich - darunter waren sogar fünf Doppelpacks. Eine Auseinandersetzung zwischen Lewandowski und Verteidiger Mats Hummels im Training wollte Heynckes jedenfalls nicht überbewerten. «Reibung erzeugt Leistung», dozierte Heynckes. Das sei auf jeden Fall besser, als wenn Spieler auf dem Trainingsplatz einschlafen würden.

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