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Kampf um Champions League: Hoffenheim demontiert RB Leipzig

Leipzigs Timo Werner (M) sieht sich einer Hoffenheimer Übermacht gegenüber. Foto: Jan Woitas

Leipzigs Timo Werner (M) sieht sich einer Hoffenheimer Übermacht gegenüber. Foto: Jan Woitas

Leipzig (dpa) - Der Anpfiff von Ralph Hasenhüttl nach der deftigen 2:5 (0:3)-Heimpleite des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig gegen die TSG Hoffenheim erfolgte prompt auf dem Rasen.

«Wenn wir die Fehler hinten nicht abstellen, dann haben wir da oben auch nichts verloren», sagte der RB-Trainer nach dem desolaten Auftritt: «Dann haben wir vielleicht ganz nette individuelle Qualität, aber insgesamt als Mannschaft nicht die Qualität, um dort oben zu bestehen. Daran habe ich meine Mannschaft ganz schnell gleich nach dem Schlusspfiff erinnert.»

Anders sieht es bei den Sinsheimern aus, die nach dem Aus in der Europa-League-Gruppenphase längst wieder ihre körperliche Frische zurückhaben. Das Team von Julian Nagelsmann blieb auch im achten Spiel hintereinander ohne Niederlage. Drei Spieltage vor Saisonende hat die TSG nun als Fünfter ihre Ausgangslage im Kampf um die Champions-League-Plätze verbessert. RB rutschte auf Rang sechs und muss nun sogar noch um die Europa-League-Teilnahme bangen.

Vor 41 780 Zuschauern in der Red Bull Arena sorgten Mark Uth (17./59.), Serge Gnabry (35.) Pavel Kadarabek (45.) und Lukas Rupp (65.) für eine Torfestival der Sinsheimer. Die eingewechselten Naby Keita (59.) und Dayot Upamecano (88.) erzielten die RB-Treffer.

Große Aufregung gab es in der 47. Minute: Emil Forsberg schlug im Laufen mit seinem Arm nach hinten aus, nachdem Florian Grillitsch den Schweden im Mittelfeld am Trikot festgehalten hatte. Schiedsrichter Tobias Welz zeigte Forsberg die Rote Karte.

«Wenn du so viele Tore kassierst, kannst du keine Spiele gewinnen. Das Spiel heute war ernüchternd, es war praktisch schon in der Halbzeit entschieden, spätstens nach der Roten Karte von Emil Forsberg», klagte RB-Sportdirektor Ralf Rangnick und schob hinterher: «Wenn wenn wir so spielen, werden wir auch die letzten drei Spiele nicht mehr gewinnen.»

Wie schon im Hinspiel (0:4) gingen die Leipziger nach guter Anfangsphase und fehlender Führung komplett unter. «Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, das hat Hoffenheim bestraft. Nach der Roten Karte war das Spiel gelaufen», sagte RB-Keeper Peter Gulacsi, der das 0:1 auf seine Kappe nahm. Uth musste den abprallenden Ball nur noch über die Linie drücken. «Ein gebrauchter Tag. Wir hatten die Chancen zur Führung, haben diese nicht genutzt. Dann haben wir uns die ersten Gegentore quasi selbst reingehauen», sagte Diego Demme, der als einer der wenigen RB-Akteure Normalform hatte.

«Das Problem war, dass wir am Anfang kein Tor gemacht haben», klagte Hasenhüttl. «Sonst wäre es vielleicht anders gelaufen.» Die Hoffenheimer agierten abgezockter. Nach einem Zweikampf im Mittelfeld verlor Willi Orban den Ball leichtfertig an Uth - über Nadiem Amiri kam der Ball auf Gnabry, der unhaltbar zum 2:0 einschob. Zehn Minuten später erhöhte Kaderabek.

Eine Einzelaktion von Keita brachte nur kurz Hoffnung, im Gegenzug traf erneut Uth per Kopf zum 4:1. Rupp nutzte eine Unsicherheit der RB-Abwehr und drückte per Sprung in Karate-Manier den Ball zum 5:1 über die Linie. Kurz vor dem Schlusspfiff verhinderte der eingewechselte Upamecano mit dem 2:5 die höchste Bundesliga-Pleite der Leipziger. «Gegen einen sehr guten Gegner fällt der Sieg vielleicht ein bisschen zu hoch aus», meinte Nagelsmann.

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