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Latte, Pfosten, Pavlenka: BVB verzweifelt in Bremen

Sicherer Rückhalt gegen Dortmund: Bremens Torwart Jiri Pavlenka. Foto: Carmen Jaspersen

Sicherer Rückhalt gegen Dortmund: Bremens Torwart Jiri Pavlenka. Foto: Carmen Jaspersen

Bremen (dpa) - Die Fans von Werder Bremen jubelten beim Abpfiff spontan los, die Profis von Borussia Dortmund gingen ernüchtert in den Kabinentrakt.

«So viele Chancen», knurrte Verteidiger Sokratis nach dem 1:1 seines BVB in Bremen. Trotz bester Gelegenheiten verpasste es die Elf von Trainer Peter Stöger, auf Platz zwei zu springen und damit Erzrivale FC Schalke 04 zwei Spieltage vor Ende der Bundesliga-Saison zu überholen.

«Wir wissen auch, wie schwer das hier ist. Wir fahren nicht unzufrieden nach Hause», sagte Stöger angesichts des üppigen Chancenplus seines Teams. Der Österreicher, dessen Zukunft über das Saisonende hinaus noch immer offen ist, sah ein «sehr, sehr gutes Fußballspiel».

Das über sieben Meter breite und fast zweieinhalb Meter hohe Tor war für die Dortmunder Profis immer wieder ein Stück zu klein. Torschütze Marco Reus traf den Pfosten, Verteidiger Manuel Akanji die Latte,  Offensivmann Jaden Sancho ebenfalls die Latte. Und alles, was nicht vom Aluminium aufgehalten wurde, schnappte sich der überragende Jiri Pavlenka im Tor von Werder Bremen. «Wir hätten vier, fünf Tore machen können», sagte Akanji, der erneut den zuletzt nicht berücksichtigten Kapitän Marcel Schmelzer auf der linken Abwehrseite vertrat und einen positiven Eindruck hinterließ.

Vor allem der umtriebige und agile Reus empfahl sich gut zwei Wochen vor der Kadernominierung von Bundestrainer Joachim Löw für einen Platz im DFB-Team für die Fußball-WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli). Auch die Formkurve von Rio-Finaltorschütze Mario Götze zeigt steil nach oben. «Er hat sich die letzten Wochen verbessert gezeigt. Er hat eine richtig gute Phase», sagte Trainer Stöger. Der 25-Jährige hatte auch beim 1:1 in Bremen, bei dem Thomas Delaney kurz vor der Halbzeit per Kopf für Werder ausglich, immer wieder Bälle gefordert und das Offensivspiel gezielt angekurbelt.

Für die Bremer ging es nach schwächeren Wochen auch darum, mental eine Reaktion zu zeigen. «Es war ein Spiel, das für alle Zuschauer begeisternd war», sagte Trainer Florian Kohfeldt über das Spektakel, das insgesamt über 30 Torschüsse für die 41.000 Fans im ausverkauften Bremer Stadion bereithielt. 

Bereits tags zuvor, als Wolfsburg mit 1:3 gegen Hamburg verlor, stand der Klassenerhalt für die Hanseaten fest. Kohfeldt hob besonders seinen «Weltklasse-Torwart» Pavlenka hervor. Als der Trainer im Herbst an der Weser übernahm, stand Bremen sieglos und abgeschlagen in der Abstiegszone.

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