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Manager Stefan Reuter: Gehaltsobergrenze unrealistisch

Hält eine Gehaltsobergrenze im Fußball für unrealistisch: Stefan Reuter, Manager vom FC Augsburg. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Hält eine Gehaltsobergrenze im Fußball für unrealistisch: Stefan Reuter, Manager vom FC Augsburg. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Augsburg (dpa) - FC Augsburgs Manager Stefan Reuter hält eine Gehaltsobergrenze nicht für durchsetzbar.

«Das kann nur funktionieren, wenn es international einheitlich ist. Sonst setzt es sich nicht durch. Für mich ist das unrealistisch», sagte Reuter (53) der «Augsburger Allgemeinen» im Interview. «Wenn es einheitlich ist, würde das nicht schaden. Aber das wird nicht kommen.»

Zuletzt waren zwei Rechtsgutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages zu dem Schluss gekommen, dass eine Gehaltsobergrenze («Salary Cap») durchaus möglich sei. Voraussetzung für eine Deckelung der Millionengehälter sei aber die Einführung durch die Europäische Fußball-Union. Wegen der Corona-Pandemie sei jetzt der richtige Zeitpunkt, um die Diskussion fortzuführen, befand jüngst DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

Reuter erwartet nach dem Double des FC Bayern München in der kommenden Bundesligasaison an der Tabellenspitze keine großen Überraschungen. «Die Schere geht immer weiter auseinander. Die Vereine mit Champions-League-Einnahmen setzen sich immer weiter ab. Daher gibt es auch immer weniger Überraschungen», sagte er.

Über die im Ligavergleich höheren TV-Gelder für den deutschen Fußball-Rekordmeister sagte der Manager: «Der FC Bayern vergleicht sich auch mit Manchester oder Paris und wir wollen auch, dass die deutschen Vertreter uns vernünftig repräsentieren. Da eine ausgewogene Lösung zu finden, ist schwierig.»

© dpa-infocom, dpa:200808-99-91439/2

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