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RB Leipzig gefordert: Englische Woche als Chance

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl will mit seiner Mannschaft die Durststrecke beenden. Foto: Hendrik Schmidt

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl will mit seiner Mannschaft die Durststrecke beenden. Foto: Hendrik Schmidt

Am Ende der Englischen Woche will RB Leipzig die vorentscheidenden Schritte Richtung Champions League gemacht haben. 58 Punkte könnte der Aufsteiger dann auf dem Konto haben bei noch sechs ausstehenden Spielen in seiner ersten Saison in der Fußball-Bundesliga.

Mit 60 Punkten war in den vergangenen fünf Spielzeiten zumindest die Qualifikation für die europäische Eliteliga immer garantiert. «Wir haben viele Entwicklungsschritte gemacht. Der, der jetzt kommt, ist der schwerste», sagte Trainer Ralph Hasenhüttl: «Wir müssen das Gefühl haben, dass wir aus den letzten neun Spielen viel gewinnen können», betonte er. Devise: Positiv denken.

Samstag zuhause gegen den Tabellenletzten SV Darmstadt, der mit 15 nicht mal ein Drittel der RB-Punkte nach 25 Spieltagen holte, Mittwoch beim FSV Mainz (12./29) - auch ein Verein in Abstiegsgefahr. Am Samstag darauf daheim gegen Bayer 04 Leverkusen (11./31). Die Rheinländer suchen ebenfalls einen Ausweg aus ihrer Dauerkrise.

Auch bei den Leipzigern lief es zuletzt nicht gerade glänzend: Drei Spiele, kein Sieg, nur ein Punkt. «Es ist nicht so überraschend, dass diese junge Mannschaft nach einer tollen Hinrunde jetzt auch mal eine Phase erlebt, in der es nicht so rund läuft», sagte Hasenhüttl nach dem bitteren 0:3 auswärts gegen den SV Werder Bremen - auch ein Club, der um den Ligaverbleib kämpft.

Aus den ersten acht Meisterschaftsspielen in der Hinrunde hatten die Leipziger 18 Punkte geholt. Aus den ersten acht Rückrundenpartien sammelten sie gerade mal zehn ein. In der Tabelle der zweiten Halbserie belegen die Leipziger daher nur den 13. Platz. Die Gegner haben sich auf die Hochgeschwindigkeitsspielweise deutlich besser eingestellt. Bisweilen scheint der Aufsteiger seiner größten Stärke beraubt.

Umso mehr wollen die Leipziger nun gegen Darmstadt, in Mainz und gegen Leverkusen diesen Eindruck widerlegen. Bis auf Toptorjäger Timo Werner haben alle Auswahlspieler die Länderspielreisen gut überstanden. Emil Forsberg, einer der Schlüsselspieler, brachte sich mit einem Tor-Doppelpack für Schweden in der WM-Qualifikation in Siegerlaune, Marcel Sabitzer und Ilsanker feierten einen wichtigen Erfolg mit Österreich beim 2:0 über Moldau.

Die zuhause gebliebenen Naby Keita (Guinea) und Yussuf Poulsen (Dänemark) sind zudem wieder einsatzbereit. Spielmacher Keita war nach dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg (11. April) kollabiert, Poulsen hatte sich am 11. Februar gegen den HSV einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zugezogen. Beide seien eine Option fürs Wochenende, beide dürften von Beginn an spielen.

In der zuletzt nicht überzeugenden Offensive fehlt einzig Werner nach seinem Muskelfaserriss bei seiner Länderspielpremiere für Deutschland. Ob ein Einsatz in den weiteren Partien der Englischen Woche möglich ist, bleibt vorerst offen.

Zwölf Punkte fehlen den Leipzigern noch, um ihre famos begonnene Saison mit der Qualifikation oder der Teilnahme an der Champions League zu krönen. 2015/2016 Leverkusen wurde Leverkusen Dritter mit 60 Punkten, 2014/2015 und 2013/2014 mit jeweils 61 Zählern Vierter. 2012/2013 reichten dem FC Schalke 04 für Platz vier 55 Punkte, Borussia Mönchengladbach wurde im Jahr zuvor Vierter mit 60 Zählern. Die Chancen stehen also mehr als gut, wenn RB die nächsten drei Partien mit optimaler Ausbeute bestreitet. «Die nächste Woche wird für uns unglaublich wichtig», sagt RB-Mittelfeld- und Abwehrmann Stefan Ilsanker.

© WhatsBroadcast
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