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Rauball gegen Playoffs: Liga ist Erfolgsmodell

Ist gegen die Einführung von Playoffs: Reinhard Rauball. Foto: Arne Dedert

Ist gegen die Einführung von Playoffs: Reinhard Rauball. Foto: Arne Dedert

Berlin (dpa) - DFL-Präsident Reinhard Rauball hält nichts von Playoffs in der Fußball-Bundesliga. «Ich bin dagegen, weil die Bundesliga ein Erfolgsmodell ist, trotz aller Diskussionen, die wir im Moment haben», sagte der Präsident der Deutschen Fußball Liga der «Süddeutschen Zeitung».

Derzeit sei nur die englische Premier League erfolgreicher als die Bundesliga. Spanien sei auf gleicher Höhe, Italiens und Frankreichs Ligen stünden dahinter. «Das bestätigen uns alle Zahlen», sagte Rauball, der auch Präsident von Borussia Dortmund ist. «Es schauen am Wochenende 15 Millionen Leute Bundesliga - und 15 Millionen müssen sich nicht unbedingt irren.»

Mögliche Reformen im Wettbewerbsmodus der Fußball-Bundesliga werden derzeit diskutiert, weil Rekordmeister FC Bayern seit Jahren fast nach Belieben die Liga dominiert. In dieser Saison wurden die Münchner zum sechsten Mal in Serie Meister - diesmal bereits am 29. Spieltag.

Rauball sieht den BVB vorerst nicht mehr als ernsthaften Konkurrenten des FC Bayern im Kampf um die Meisterschaft. «Ich finde, dass wir gut beraten sind, wenn wir uns, kurzfristig jedenfalls, nicht als Bayern-Jäger sehen», sagte Rauball. «Dass wir den Erwartungshorizont etwas zurücknehmen und uns als diejenigen sehen, die wieder versuchen, eine fußballerische Zukunft zu kreieren. Und uns darauf aufbauend dann irgendwann überlegen: Wie weit kommen wir damit?», ergänzte der 71-Jährige.

Kurz vor Ende einer für den BVB schwierigen Spielzeit müssen die Westfalen noch um die Qualifikation für die Champions League bangen. Als Grund für den deutlichen Rückfall hinter die Bayern nannte Rauball die Kaderentwicklung beim BVB: «Wir haben - in ungeordneter Reihenfolge - einen Hummels verloren, zwischenzeitlich einen Weltmeister Götze, Lewandowski, Aubameyang, Dembélé, Mkhitaryan, Gündogan ... das ist eine Mannschaft von internationaler Klasse. Das konnten Ergänzungstransfers nicht ausgleichen.»

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