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Sahin, Kagawa, Götze: Dortmunds verlorene Söhne

Zwei der verlorenen Söhne von Borussia Dortmund: Nuri Sahin (l) und Shinji Kagawa. Foto: Torsten Silz

Zwei der verlorenen Söhne von Borussia Dortmund: Nuri Sahin (l) und Shinji Kagawa. Foto: Torsten Silz

Dortmund (dpa) - In Mats Hummels holt Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund zum vierten Mal in nur sechs Jahren einen verlorenen Sohn zum BVB zurück.

Der frühere Fußball-Nationalspieler kehrt im Sommer vom FC Bayern zurück, von wo er schon 2008 gekommen war und 2016 wieder hingegangen war. In jüngerer Vergangenheit hatten die Dortmunder schon dreimal Spieler wieder aufgenommen, die den Verein mit hohen Zielen verlassen hatten. Der Erfolg hielt sich in Grenzen.

NURI SAHIN: Der Mittelfeldspieler war ein echtes BVB-Urgestein. Im nahen Lüdenscheid geboren, wechselte er mit zwölf Jahren 2001 zur Borussia und spielte dort mit Ausnahme eines einjährigen Leihgeschäfts mit Feyenoord Rotterdam bis 2011 in Dortmund. Als überragender Spieler beim Meistertitel 2011 wechselte er mit großen Träumen und einem Sechsjahresvertrag zum Weltclub Real Madrid. Nach nur vier Liga-Spielen wurde er zum FC Liverpool verliehen, ehe ihn Dortmund wieder aufnahm. Zur prägenden Figur wie vor dem Real-Wechsel wurde er aber nie wieder. Im vergangenen Sommer wechselte Sahin zu Werder Bremen.

SHINJI KAGAWA: Für nur 350.000 Euro war der Japaner 2010 das Mega-Schnäppchen der Dortmunder. Der Mittelfeldspieler eroberte auf Anhieb einen Stammplatz, wurde in den beiden Dortmunder Jahren seiner ersten Zeit erst Meister, dann Double-Sieger und war dabei jeweils Leistungsträger. Manchester United legte deshalb 2012 rund 16 Millionen Euro für ihn auf den Tisch. Nach brauchbarem Start rutschte Kagawa schnell in den Status eines Ergänzungsspielers ab und klopfte prompt wieder beim BVB an. Der holte ihn 2014 zurück. Zunächst war Kagawa Stammspieler, aber auch er brillierte nicht wie in seiner ersten Phase. Da Trainer Lucien Favre keine Verwendung für ihn hat, wurde er im vergangenen Winter an Besiktas Istanbul verliehen. Aktuell sucht er einen Verein. Seine Rückennummer 23 hat der Verein schon an Neuzugang Thorgan Hazard vergeben.

MARIO GÖTZE: Die Nachricht vom Wechsel Mario Götzes zum FC Bayern München sorgte im April 2013 für viel Wirbel. Götze hatte eine Ausstiegsklausel über 37 Millionen Euro, der FC Bayern zog sie. An die Öffentlichkeit kam dies ausgerechnet vor dem Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid. Auch deshalb wurde der spätere WM-Finaltorschütze von den BVB-Fans lange angefeindet. Bei der ersten Rückkehr nach Dortmund musste er sich aus Sicherheitsgründen im Spielertunnel warm machen - nach seiner Einwechslung erzielte er prompt das 0:1. Götze, Wunschspieler von Pep Guardiola, wurde beim FC Bayern aber nie glücklich. Und so kehrte er 2016 ins gewohnte Umfeld nach Dortmund zurück. Der Einstand war wegen der Fan-Kritik schwierig, hinzu kam eine Stoffwechsel-Erkrankung. Die vergangene Saison war jedoch Götzes beste seit Jahren.

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