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Schalke baut Heimserie gegen Hertha aus - Pjaca trifft

Schalkes Naldo im Zweikampf mit Herthas Valentino Lazaro (l). Foto: Ina Fassbender

Schalkes Naldo im Zweikampf mit Herthas Valentino Lazaro (l). Foto: Ina Fassbender

Gelsenkirchen (dpa) - Ergebnis- statt Erlebnisfußball: Trotz einer wenig berauschenden Vorstellung hat der FC Schalke 04 einen weiteren wichtigen Schritt zur Rückkehr in den internationalen Wettbewerb getan.

Mit dem 1:0 (1:0)-Erfolg in der Fußball-Bundesliga gegen Hertha BSC untermauerte der Revierclub seine Champions-League-Ambitionen. «Uns war es wichtig, clever und intelligent zu spielen», sagte Schalkes Trainer Domenico Tedesco, der die Berliner zuvor genau studiert hatte. «Immer wenn der Gegner mehr Ballbesitz hatte, hat Hertha gepunktet. Wir hatten heute 51 Prozent Ballbesitz und haben trotzdem gewonnen.»

Vor 61.578 Zuschauern in der Veltins-Arena erzielte Marko Pjaca in seinem erst zweiten Startelf-Einsatz den Siegtreffer in der 37. Minute. Für die Berliner bleibt Gelsenkirchen kein gutes Pflaster: Seit dem 0:0 im September 2005 wartet Hertha dort auf einen Punktgewinn und kassierte die zehnte Niederlage hintereinander. «Wir fahren ein bisschen traurig nach Hause, auch wenn wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht haben», meinte Hertha-Trainer Pal Dardai, dessen Elf zuletzt bei 0:0 in München ein Remis erkämpft hatte.

Bei Schalke wurde der am Fuß verletzte Leon Goretzka schmerzlich vermisst, zudem musste Tedesco nach dem Sieg in Leverkusen auch Thilo Kehrer (Infekt) und den gesperrten Guido Burgstaller ersetzen. Neben dem Kroaten Pjaca rückten auch Benjamin Stambouli und Nabil Bentaleb in die Startelf. Auch Dardai war zu Wechseln gezwungen, weil Jordan Torunarigha und Vladimir Darida ausgefallen waren. Für sie spielten Karim Rekik und Jungprofi Arne Maier.

Die Berliner zogen sich wie erwartet weit in die Defensive zurück und überließen in den ersten Minuten Schalke die Initiative. Den ersten gefährlichen Schuss gab Pjaca ab, der Hertha-Schlussmann zu einer Glanzparade (6.) zwang. Doch auf der Gegenseite war auch Ralf Fährmann gefordert. Erst entschärfte er einen Distanzschuss von Davie Selke (12.), dann lenkte er eine Hereingabe zur Ecke. Niklas Stark (14.) hatte kurz darauf die Hertha-Führung auf dem Fuß, doch sein Versuch aus kurzer Distanz landete in den Armen Fährmanns.

Das 1:0 fiel wie aus heiterem Himmel. Nach einer Hereingabe von Daniel Caligiuri, die von Franco Di Santo leicht verlängert wurde, war Pjaca zur Stelle. Für die Leihgabe von Juventus Turin war es das zweite Saisontor.

Nach dem Wechsel ging das zähe Ringen weiter. Bis auf einen Distanzschuss von Valentino Lazaro (60.) brachte Hertha in der Offensive kaum etwas zustande. «Den einzigen Vorwurf, den ich der Mannschaft machen kann, ist, dass sie kein Tor geschossen hat. Wenn du auswärts kein Tor machst, kannst du nicht gewinnen», sagte Dardai.

Auch Schalke dachte nach dem Wechsel nicht mehr daran, nach vorn zu spielen, beschränkte sich auf das Verteidigen des knappen Vorspungs. Tedesco gab zu, dass die Partie nichts für Liebhaber des Offensivfußballs war. «Am liebsten hätten wir 20 Mal aufs Tor geschossen», meinte der 32-Jährige. Doch am Ende überwog die Angst vor einem Hertha-Konter, das Ergebnis stand über allem: «So ist es mir lieber», sagte Tedesco.

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