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Schalke guckt nach vorne: Mit dem Kopf schnell beim Derby

Die Schalker wollen die Niederlage in Hoffenheim schnell abhaken. Foto: Uwe Anspach/dpa

Die Schalker wollen die Niederlage in Hoffenheim schnell abhaken. Foto: Uwe Anspach/dpa

Sinsheim (dpa) - Die Profis des FC Schalke 04 schleppten sich gerade erst in die Gäste-Kurve, da stimmten ihre Fans sie bereits lautstark auf das Derby ein: «Scheiß BVB! Scheiß BVB!» hallte es durch das Sinsheimer Stadion.

Das unnötige 0:2 (0:0) bei der TSG 1899 Hoffenheim hakten die Anhänger der Königsblauen am Sonntagabend ruckzuck ab. Am Samstag geht's in der Fußball-Bundesliga gegen Borussia Dortmund. Geradezu fahrlässig verspielte das Team von Trainer David Wagner die Chance, als Tabellenführer ins Duell mit dem Erzrivalen zu gehen.

«Die Leistung über 70 Minuten - ich glaube, da sind sich alle einig - war beeindruckend. Das Tor hat halt gefehlt», sagte Sportvorstand Jochen Schneider achselzuckend. Nur Siebter statt Erster - Schalke hat die Patzer der Konkurrenten wieder nicht nutzen können.

Hoffenheims kroatischer Nationalstürmer Andrej Kramaric bei seinem Comeback nach langwieriger Knieverletzung (71. Minute) und Joker Ihlas Bebou (85.) trafen für die Kraichgauer. Dabei hatte das Team von Chefcoach Alfred Schreuder zwei Wochen nach ihrem 2:1-Coup beim FC Bayern München lange kaum einen Stich gemacht.

«Wir haben selten ein Spiel so dominiert. Aber zwingende Torchancen hatten wir nicht», sagte Torhüter Alexander Nübel. Für Wagner, der 2007 bis 2009 in der Hoffenheimer Jugendakademie arbeitete, setzte es einen Tag nach seinem 48. Geburtstag die erste Auswärtsniederlage der Saison. «Wir wollen mit den Top-Mannschaften in der Liga mithalten. Wenn wir weiter so Fußball spielen, kommen die Punkte von alleine», meinte Alessandro Schöpf trotzig. Torgelegenheiten hatte seine Mannschaft in der ersten Halbzeit dennoch. So traf Daniel Caligiuri nach nur drei Minuten bei einem Freistoß das Lattenkreuz.

«Es war ein verdienter Sieg für die Hoffenheimer, weil sie zwei Tore geschossen haben und wir nicht», sagte Wagner, verwies aber auf ein «richtiges gutes Auswärtsspiel» - 70 Minuten lang. Seine Mannschaft lerne noch, «weil hier ganz lange anders Fußball gespielt wurde». Auch Schneider gefiel das Pressing, die körperliche Wucht und auch spielerische Dominanz seiner Schalker.

Die Tabelle nach acht Spieltagen? Ob Schalke ein Spitzenteam sei? «Ich fange mit der Frage nichts an. Wir gucken Spiel für Spiel, dass wir unsere Punkte sammeln. Spitzenteam oder nicht - alles uninteressant», sagte er. «Die Punktzahl ist entscheidend, die Art und Weise, wie wir arbeiten, wie wir spielen. Nicht ob wir Zweiter sind, Fünfter oder Siebter.»

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