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Trainer Kohfeldt verlängert bei Werder Bremen

Bleibt weiter Trainer in Bremen: Florian Kohfeldt. Foto: Patrick Seeger

Bleibt weiter Trainer in Bremen: Florian Kohfeldt. Foto: Patrick Seeger

Bremen (dpa) - Werder Bremen setzt langfristig auf seinen jungen Cheftrainer Florian Kohfeldt und hofft auf eine ähnliche Ära wie unter Thomas Schaaf oder Otto Rehhagel. 

Der 35-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2021 bei dem Fußball-Bundesligisten. Auch sein Funktionsteam - unter anderen mit dem ehemaligen Nationalspieler im Borowski und Thomas Horsch als Assistenten - wurde für die nächsten drei Jahre an den Verein gebunden.

«Ich empfinde diese Entscheidung als hohe Wertschätzung meinem gesamten Trainerteam gegenüber und freue mich, dass wir auch in den kommenden Jahren die Zukunft des SV Werder Bremen mitgestalten können», wurde Kohfeldt in der Mitteilung des Vereins zitiert. Dass der Verein mit ihm weiter arbeiten wollte, war klar. Allenfalls die Laufzeit des Vertrages überrascht ein wenig, zeigt aber auch das Vertrauen der Club-Führung, endlich wieder nach oben zu kommen.

Schon nach dem 2:1-Erfolg am Ostersonntag gegen Eintracht Frankfurt hatte auch Kohfeldt noch einmal deutlich gemacht, dass ihm Werder eine Herzensangelegenheit sei. «Ich freue mich unheimlich, mit dieser Mannschaft zusammenzuarbeiten und ich freue mich auch unheimlich, mit Frank Baumann zusammenzuarbeiten. Ich werde auf jeden Fall nächste Saison hier als Trainer arbeiten, sollte der Verein das auch wollen», hatte er dem NDR-«Sportclub» gesagt.

Kohfeldt hatte am 30. Oktober vergangenen Jahres die Mannschaft übernommen und Alexander Nouri abgelöst. Zu dem Zeitpunkt standen die Bremer auf dem vorletzten Tabellenplatz mit fünf Zählern. Rund fünf Monate später und 18 Spieltage weiter hat sich die Mannschaft unter Kohfeldt vom Abstiegskandidaten zu einer der aktuellen Attraktionen der Liga entwickelt, mit viel Offensiv-Drang und großer taktischer Variabilität. Als Tabellenzwölfter mit 36 Zählern sind die Hanseaten sechs Spieltage vor dem Saisonende so gut wie gerettet.

«Er hat das Team mit klaren Vorstellungen und einer erkennbaren Philosophie aus einer schwierigen Situation herausgeführt», meinte Sportchef Frank Baumann über den Aufsteiger und Hoffnungsträger. «Wir sind davon überzeugt, dass er mit seinem Trainerteam in Zukunft diesen positiven Weg fortführen wird.»

Kohfeldt, in Siegen geboren, wuchs in Delmenhorst bei Bremen auf. Seit 2001 ist der ehemalige Torwart bei Werder. Da es für die Profikarriere nicht reichte, arbeitete er früh im Jugendbereich als Trainer. Von 2014 bis 2016 war er Assistent vom damaligen Cheftrainer Victor Skripnik. Nach dessen Beurlaubung wurde Kohfeldt Trainer der U23, ehe er nun zu den Profis aufstieg. 2015 hatte er die Fußballlehrer-Lizenz als Jahrgangsbester abgeschlossen.

Gleich bei seiner ersten Profi-Station als Chef bestätigt er die Erwartungen, die im Verein schon lange in ihm gesetzt wurden. Die Bremer sind in der Rückrunde bislang das drittbeste Team. Mit dem Sieg am Sonntag gegen Frankfurt stellte Kohfeldt auch einen Rekord von Otto Rehhagel und Thomas Schaaf ein. Auch sie waren in den ersten neun Heimspielen nach ihren Amtsantritten ungeschlagen geblieben. In diesem Punkt kann Kohfeldt sie schon bald überflügeln.

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