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Eintracht Braunschweig trennt sich von Trainer Lieberknecht

Geht mit Braunschweig nicht die die 3. Liga: Trainer Torsten Lieberknecht (l). Foto: Frank Molter

Geht mit Braunschweig nicht die die 3. Liga: Trainer Torsten Lieberknecht (l). Foto: Frank Molter

Braunschweig (dpa) - Ende einer Ära: Eintracht Braunschweig und sein langjähriger Trainer Torsten Lieberknecht gehen nach dem Abstieg in die 3. Liga getrennte Wege.

Einen Tag nach dem 2:6-Debakel bei Holstein Kiel und dem damit verbundenen Sturz in die Drittklassigkeit teilte der Fußball-Club mit, dass der 44-Jährige keinen Vertrag für die neue Spielzeit erhalte. Lieberknecht, der nach dem Abstieg keinen gültig Kontrakt mehr hatte, war fast auf den Tag genau zehn Jahre für die Niedersachsen tätig und hatte die Eintracht 2013 in die 1. Liga geführt.

«Torsten Lieberknecht steht für eine Kontinuität, wie man sie im heutigen schnelllebigen Fußballgeschäft kaum noch findet. Darauf sind wir stolz», sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Sebastian Ebel. «Dennoch sind wir überzeugt davon, dass mit dem Abstieg in die 3. Liga der Zeitpunkt für einen Neuaufbau des sportlichen Bereichs gekommen ist», fügte Ebel hinzu.

Wer den abgestürzten Traditionsclub wieder auf Kurs bringen soll, steht noch nicht fest. Innerhalb der nächsten zwei Wochen will Sportdirektor Marc Arnold einen neuen Coach präsentieren. «Das hat oberste Priorität», sagte Arnold, der trotz einer gehörigen Mitschuld am Niedergang der Eintracht weitermachen darf.

Lieberknecht hatte seine Zukunft am Sonntag unmittelbar nach dem Spiel in Kiel noch offen gelassen. Weinend hatte er sich von den mitgereisten Anhängern verabschiedet, die ihn noch vor einer Woche beim Heimspiel gegen den FC Ingolstadt mit einer beeindruckenden Choreographie für sein zehnjähriges Jubiläum geehrt hatten. «Ich hatte bei der Eintracht eine außergewöhnliche Zeit, die ich mit vielen positiven Erlebnissen und großen Erfolgen verbinde und für die wir uns alle natürlich einen anderen Abschluss gewünscht hätten», wurde Lieberknecht in der Vereinsmitteilung zitiert.

Schon während der Saison hatte es allerdings deutliche Dissonanzen zwischen dem Coach und den Bossen gegeben. Doch letztendlich hielten die Entscheider bis zum (bitteren) Ende an Lieberknecht fest.

Bereits mit dem knapp und sehr unglücklich in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg verpassten Aufstieg in die Bundesliga vor einem Jahr hatte der Braunschweiger Absturz begonnen. Lieberknecht und Arnold versäumten es, den Kader zu erneuern. Die späte Planungssicherheit und die Niedergeschlagenheit erschwerten die Rückkehr in den Zweitliga-Alltag. Auch Lieberknecht wirkte nicht mehr so impulsiv und mitreißend wie in all den Jahren zuvor.

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