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Lieberknecht will Duisburg nach oben powern: «Akku voll»

Torsten Lieberknecht brennt auf seine neue Aufgabe in Duisburg. Foto: Federico Gambarini

Torsten Lieberknecht brennt auf seine neue Aufgabe in Duisburg. Foto: Federico Gambarini

Duisburg (dpa) - Mit viel Energie und einer langfristigen Perspektive hat Torsten Lieberknecht die Arbeit beim sportlich angeschlagenen Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg aufgenommen.

«Es ist alles aufgeladen, der Akku ist voll», sagte der 45 Jahre alte Fußball-Lehrer bei seiner Vorstellung auf dem Trainingsgelände der Duisburger im Stadtteil Meiderich.

Der am Saisonende in Braunschweig entlassene Lieberknecht bekannte, dass ihm bei der Aufgabe auch der besondere Charme reize. «Ich bin jemand, der Arbeiterclubs mag, der sich der Romantik eines solchen Clubs verschreibt. Ich habe das Gefühl, ich passe hier hin und der Club passt zu mir», sagte er am Dienstag trotz der Herausforderung, den nach acht Spielen sieglosen Tabellenletzten aus der sportlichen Misere führen zu müssen.

MSV-Sportdirektor Ivica Grlic erklärte, dass der Nachfolger des am Montag beurlaubten Ilja Gruew nicht zuletzt wegen seiner zehn Jahre währenden und erfolgreichen Arbeit bei Eintracht Braunschweig erste Wahl gewesen sei. Die Duisburger legten die Zusammenarbeit mit Lieberknecht zunächst mit einem Vertrag bis 2021 fest - gültig für alle drei Profiligen.

Der Pfälzer Lieberknecht war als Chefcoach in der vergangenen Dekade das Gesicht des sportlichen Aufschwungs in Braunschweig. Von der 3. Liga ging es mit dem deutschen Meister von 1967 sogar für ein Jahr zurück in die Bundesliga. Im Sommer folgte nach dem überraschenden Abstieg in Liga drei dann aber die Trennung.

Im neuen Umfeld leitete Lieberknecht am Nachmittag die erste Trainingseinheit, erster Gegner ist auswärts am Montag Zweitliga-Tabellenführer 1. FC Köln. «Auch da haben wir drei Punkte zu verlieren. Mannschaft und Verein brauchen sofortige Hilfe. Entsprechend werden wir uns darauf vorbereiten», sagte Lieberknecht. Angesichts von 17 Gegentoren will er zunächst im Abwehrbereich ansetzen. «Stabilität beginnt in der Defensive», sagte der dreifache Familienvater, der seinen Co-Trainer Darius Scholtysik mitbringt.

Rückendeckung für seinen Wechsel aus Niedersachsen in die Metropole am westlichen Rand des Ruhrgebiets erhielt Musikfan Lieberknecht aus der Familie. «Mein Sohn war sofort Feuer und Flamme, weil der Internetanschluss in Duisburg besser ist als auf dem Dorf, in dem wir gewohnt haben», sagte Lieberknecht.

© WhatsBroadcast
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