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Das wurde aus den U21-Europameistern von 2017

Deutschlands U21-Fußballer feiern den EM-Titel 2017. Foto: Jan Woitas

Deutschlands U21-Fußballer feiern den EM-Titel 2017. Foto: Jan Woitas

Triest (dpa) - Der erste deutsche U21-Titel 2009 war der Grundstein der späteren Weltmeister-Generation um Manuel Neuer, Mesut Özil und Co.

Die Europameister von 2017 haben es zwei Jahre nach ihrem großen Triumph noch nicht ganz so weit gebracht. Während die nächste U21-Generation derzeit in Italien und San Marino um den Titel spielt, dürften die meisten ihrer Vorgänger ihren Urlaub genießen.

Nur vier von ihnen nehmen einen erneuten Titelanlauf. Steil nach oben in die A-Nationalelf, konstant in der Bundesliga oder ganz weg vom Radar - die Entwicklung der Europameister von 2017 verlief in den zwei Jahren nach dem Titel ganz unterschiedlich. Ein Überblick:

Die DURCHSTARTER: Serge Gnabry und Thilo Kehrer haben sich im Aufgebot der A-Nationalmannschaft von Bundestrainer Joachim Löw zwei Jahre nach dem U21-Titelgewinn als feste Größen etabliert. Der damalige Abwehrchef Niklas Stark stand bereits zweimal im Aufgebot der A-Nationalelf, ist bislang aber noch ohne Einsatz. Die drei Profis sind die einzigen U21-Europameister von 2017, die aktuell realistische Chancen im Löw-Team zu haben scheinen.

Die ETABLIERTEN: Eine ganze Reihe von Profis aus der siegreichen Mannschaft von 2017 beweist sich in der Bundesliga konstant auf hohem Niveau. Der damalige Kapitän Maximilian Arnold, Hertha-Stürmer Davie Selke, Verteidiger Marc-Oliver Kempf, der Freiburger Janik Haberer oder Final-Torschütze Mitchell Weiser sind Stammspieler in ihren Clubs. Auch der Wolfsburger Yannick Gerhardt, Dominik Kohr bei Bayer Leverkusen und Dortmunds Maximilian Philipp kamen in der vergangenen Saison zu Einsatzzeiten für ihre Clubs in der Bundesliga.

Die ABSTEIGER: Mittelfeldspieler Max Meyer war eine wichtige Säule im Europameister-Team. 2018 verließ er den FC Schalke, ist nun zwar Stammspieler bei Crystal Palace, aber in Deutschland weitgehend vom Radar verschwunden. Ein ähnliches Schicksal ereilte Jeremy Toljan, der das entscheidende 1:0 im Finale gegen Spanien vorbereitete. Nach einer verkorksten Zeit beim BVB war er zuletzt an Celtic Glasgow ausgeliehen. Keeper Julian Pollersbeck war 2017 noch Elfmeter-Held, inzwischen ist seine Zukunft beim Hamburger SV unklar. Felix Platte erlebte beim SV Darmstadt eine schwierige Saison, war oft verletzt.

Die WIEDERHOLUNGSTÄTER: Mahmoud Dahoud, Nadiem Amiri, Levin Öztunali und Waldemar Anton wissen, wie man Europameister wird - und wollen dies 2019 möglichst noch einmal schaffen. Das Quartett ist in der aktuellen U21 das einzig verbliebene aus dem Erfolgskader von Krakau. Lukas Klünter von Hertha BSC, der 2017 in Polen dabei war und ohne Einsatz blieb, stand dieses Mal wieder im vorläufigen Aufgebot, wurde aber kurz vor dem Start des Turniers noch gestrichen.

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