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Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Konnte sich bei seinem Debüt gleich als Torschütze im DFB-Team feiern lassen: Nico Schulz. Foto: Arne Dedert

Konnte sich bei seinem Debüt gleich als Torschütze im DFB-Team feiern lassen: Nico Schulz. Foto: Arne Dedert

Sinsheim (dpa) - Ein glückliches 2:1 gegen Peru, der zweite Auftritt nach dem WM-Debakel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat keine Euphorie bei den deutschen Fans ausgelöst.

Die DFB-Elf in der Einzelkritik:

ter Stegen: Beim Gegentor im kurzen Eck überrumpelt von Advincula. Starke Parade beim Kopfball von Aquino. Sonst kaum geprüft.

Ginter: Machte die rechte Seite souverän zu. Seine Flanken sind nicht auf höchstem Niveau. Hätte die Führung in der 13. Minute per Kopfball erzielen müssen.

Boateng: Der Abwehrchef spielte routiniert. Ein gewagter Vorstoß brachte Unordnung. Zur Halbzeit raus.

Süle: In der ersten Halbzeit elfmeterreif gefoult. Im zweiten Abschnitt defensiv viel mehr gefordert und dabei solide.

Schulz: 84 Minuten ein mäßiges Debüt. Nicht nur beim Gegentor überrumpelt. Dann das Glückstor und umjubelter Lokalmatador.

Kimmich: Spielte viele gute Diagonalpässe. Als Sechser in der Defensive fehlte aber noch Stabilität und Ruhe.

Gündogan: Vom Sommer-Ballast der Erdogan-Affäre befreit. Starke Pässe in die Tiefe. In der 38. Minute eine große Torchance.

Kroos: Erstmals Kapitän. So viel Einsatz sah man von ihm in Testspielen selten. Vorlage auf Torschütze Brandt. Starker Antreiber.

Brandt: Anfangs zu hibbelig. Nach seinem zweiten Länderspieltor sehr gut im Spiel. Ein echter Müller-Rivale.

Reus: Vergab viel zu viele Großchancen. Hätte schon vor der Pause den Sieg klarmachen können.

Werner: Spielte links, spielte in der Mitte, spielte rechts. Konnte seine Torquote (19 Spiele, acht Tore) aber wieder nicht verbessern.

Rüdiger: Kam in der zweiten Halbzeit. Spielte diesmal wieder zentral und nutzte seine Schnelligkeit bei Perus Gegenstößen.

Draxler: Nach der WM noch nicht wieder aus dem Formtief. Lascher Schuss (83.). Muss sich bei seinem Verein PSG aufdrängen.

Petersen: Durfte eine halbe Stunde ran. Sein Drehschuss (74.) ging knapp vorbei. Hätte aber eh nicht gezählt.

Müller: Sein 96. Länderspiel war ein Kurzeinsatz. Nur sieben Minuten in der Jokerrolle.

Kehrer: Kam kurz vor Schluss zum Debüt als rechter Verteidiger. Zeigte zwei gute Vorstöße.

Havertz: Zwei Minuten vor Schluss eingewechselt. Löws 99. Neuling ist ein Mann für die Zukunft.

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